Junger Chor Marienburg
Mit Liebe erarbeitet und mit Liebe präsentiert
15. Ökumenisches Chorprojekt ein Konzerterlebnis der Spitzenklasse
Cochem. Unter dem Motto „Liebe ist...“ stand in diesem Jahr das 15. Ökumenische Chorprojekt vom „Jungen Chor Marienburg“, der mit rund 90 aktiven Sängerinnen und Sängern den großen Chorraum der Cochemer Pfarrkirche St. Martin in eine beeindruckende Konzertbühne verwandelte. Absolut beeindruckend waren dann in der Folge auch die gesanglichen Präsentationen der jungen Stimmenkünstler, die unter der Leitung von Kantorin Marion Oswald mit Harmonie, Betonung, Eleganz und Aussagekraft ihr Publikum begeisterten. Hervorragend auch die gesanglichen Darbietungen der Solisten sowie die wunderschönen Beiträge im Duett. Inhaltlich verarbeitete man darin Beziehung, Freundschaft, Nächstenliebe und Sexualität, wobei man bei den Konzertbesuchern eine Achterbahn der Gefühle auslöste. Schließlich wurde nicht nur über vor Freude hüpfende Herzen, sondern auch über solche die gebrochen sind gesungen. Hingerissen zwischen Liebestaumel und Liebeskummer, bei denen textlich in tiefe Abgründe geschaut wurde, wo offene Herzen geschädigt werden und Vertrauen in den Menschen ausgenutzt wird. Dennoch blieb man im Verlauf des Konzertes strikt bei der Kernaussage: „All you need is love!“ In diesem Zusammenhang wurde Paolo Coelho aus seinem Werk „Am Ufer des Rio Piedra“ zitiert: „In dem Augenblick, wo wir uns auf die Suche nach Liebe machen, macht auch sie sich auf, uns zu finden!“ Mit „Ubi Caritas“ - „wo Nächstenliebe und Liebe sind“, eröffneten der Junge Chor Marienburg sein Konzert, bevor „Wir beide“ die Loyalität in der Partnerschaft zum Thema hatte. „Freundschaft mit Differenzen“ erklang in der Folge, wo Treue, Sehnsucht, leere Herzen, Missverständnisse und der Weg zur Erneuerung im Fokus standen. Bei „Lisa“ wurde die Trennung der Eltern und das damit verbundene Leid der Kinder aufgezeigt, die gar bei sich die Schuld dafür suchten. „Halt dich an mir fest“ (Revolverheld) bot Hilfe und Unterstützung für den Alleingelassenen an, der seine Einsamkeit nicht erkennt bzw. mit ihr nicht klar kommt. Im Lied Nr. 6 besang man die „Ruhe“ als Flucht vor Trubel, Lärm und Hast mit dem anschließenden Zueinanderfinden und der gleichzeitigen Verbannung von Gier, Ungeduld und Neid. Mit dem „Hohen Lied der Liebe“ und dem darin enthaltenen Lobgesang an das andere Geschlecht, setzten die Akteure das Programm fort , bevor man in „Hungriges Herz“ dem Partner in Liebe verfallen ist, die dieser aber nicht erwidert. „Hold on“ (Halte durch) berichtete, dass jeder einen Freund zum Zuhören, eine Schulter zum Anlehnen und die Liebe Gottes braucht. Stumme Hilferufe von gequälten und missbrauchten Kindern, die ihre schrecklichen Erlebnisse jahrzehntelang mit sich herumtragen und teilweise daran zerbrechen, hatte der Song „Wie kann es sein..!“ zum Inhalt und ging der Zuhörerschaft besonders zu Herzen. Eingeständnisse und Hilferufe an den Herrn erklangen in „Meine Grenzen“, während bei „Unser Suchen nach dem Einen“ der wahre Weg des Friedens nach Jesus Christus nur über die Nächstenliebe und das Vertrauen in Gott sein Ziel findet. Ein schönes Stück, welches gleichzeitig den Schlussakkord für das Konzert bedeutete.
Wunderschöne Solobeiträge in der Programmfolge unterstrichen das hohe Niveau eines exzellenten Chorkonzertes.
Auch der Gesang im Duett präsentierte sich als klangvoller Ohrwurm und stieß gleichermaßen auf begeisterte Konzertbesucher.
Instrumentale Unterstützung erhielt der Junge Chor Marienburg bei seinen Beiträgen von der versierten Band „menschwärts“.
