Briedener Möhnen 1954-2014
Möhnen feiern ihr 60-jähriges Bestehen
Briedern. 60 Jahre ist es nun her - das Nelli Rothkirch, die Frau des aus Düsseldorf stammenden Volksschullehrer Rothkirch, den Möhnentag nach Briedern brachte. Etwas ganz Neues, was es so in den umliegenden Ortschaften noch nicht gab. Sogar aus dem Hunsrück zog es die Menschen nach Briedern, um zu sehn, was es da Neues gab.
Alle Frauen trafen sich auf dem Schulhof und zogen mit Blasmusik, Kind und Kegel durch den Ort. Im Anschluss ging es dann zum Möhnenkaffee, der im Saal einer Wirtschaft stattfand. Es war der Tag der Frau und damals selbstverständlich, dass die Männer dann zu Hause blieben, um die Kinder zu hüten, damit die Frauen feiern konnten.
„Nachmittags wurde ein buntes Programm aufgeführt und abends um sieben Uhr im Galopp nach Hause, mal umziehen und nach den Kindern gucken, um dann um acht Uhr wieder auf dem Möhnenball parat zu stehn“, berichten die immer noch aktiven Möhnen Erika Boos und Annemarie David, die schon zur Gründungszeit mit auf der Bühne standen. „Der Saal platzte aus allen Nähten. Denn am Abend waren dann auch die Männer dabei.
Die jungen Mädchen, die gerade aus der Schule kamen, schwangen damals ihr Tanzbein bei den Funkenmariechen. So war das ganze Dorf auf den Beinen, um fröhlich die Fastnacht zu feiern.
Auch in diesen Tagen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Jeden Mittwoch treffen sich die Möhnen in der Alten Schule zum Üben. Wer Interesse hat mit den Möhnen diese schöne Tradition weiter zu führen, der soll einfach zum Treffen kommen. Man freut sich über jedes neue Gesicht.
Und am Weiberdonnerstag, dem „Möhnentag“, geht’s dann bei Lenze Gudrun in der Wirtschaft wieder rund.....
Der Umzug durch den Ort war früher wie heute ein Anziehungspunkt und jeder machte mit.
Die heutigen Möhnen feiern dieses Jahr ihr 60-jähriges Bestehen.
1954 trafen sich mehrere Frauen und gründeten den Möhnenverein. Fotos: privat
Ein Bild aus den Anfangszeiten der Möhnen.
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