Allgemeine Berichte | 11.01.2014

5. Klimaschutzkonferenz des Null-Emissions-Landkreis Cochem-Zell

Neue Wege für Nachhaltigkeit aufgezeigt

V.l.n.r.: Thomas Brost, Prof. Dr. Oliver Türk, Landrat Manfred Schnur und Dirk Willing . privat

Kreis Cochem-Zell. „Erneuerbare Energien / Erneuerbarer Strom - Was ist die beste Nutzungsform?“ mit diesem Titel eröffnete Prof. Dr. Oliver Türk, von der Transferstelle Bingen, die 5. Klimaschutzkonferenz des Null-Emissions-Landkreises Cochem-Zell. „Neue Wege für die Nachhaltigkeit sind nicht immer einfach - aber zwingend notwendig. Neue Ideen werden zuerst lächerlich gemacht, dann bekämpft und schließlich als selbstverständlich angesehen“, zitierte Türk vor 70 interessierten Zuhörern, darunter viele Netzwerkpartner des Null-Emissions-Landkreises. „Cochem-Zell hat sich mit dem Projekt E-MIL - Elektromobilität an Rhein und Mosel bereits auf den Weg gemacht, die Elektromobilität voranzutreiben“, berichtete er. Im Rahmen von E-MIL werden in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und Rhein-Hunsrück Konzepte zur Etablierung nachhaltiger Elektromobilität entwickelt. Gespickt mit zahlreichen Daten und Fakten zeigte Türk auf, wie der Umstieg aufs E-Auto in manch einem Fuhrpark wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann und an welchen Stellen die Elektromobilität bereits im öffentlichen Personennahverkehr Einzug gehalten hat.

Thomas Brost führte auf lockere Art durch den Abend und gab den Zuhörern zwischen den Vorträgen die Möglichkeit zur Fragenstellung.

Dass der Landkreis Cochem-Zell in vielen Bereichen unterwegs ist auf dem Weg zum Null-Emissions-Landkreis, stellte Landrat Manfred Schnur unter Beweis. „Wir nehmen seit dem 30. Mai 2012 am Programm zur Einführung des europäischen Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystem European Energy Award (eea) teil. Der eea ist ein Programm für umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Die erste Ist-Analyse hat schon gezeigt, dass der Landkreis mit seinen Klimaschutzaktivitäten im Vergleich zu anderen Kommunen in Europa sehr vorbildlich vorangeht, daher haben wir uns entschlossen, uns schon im Frühjahr der externen Zertifizierung zu stellen“, erklärte Schnur.

Besondere Auszeichnung „Blaue Hausnummer“

Weiter stellte er den neuen Energiesparwettbewerb „Blaue Hausnummer“ vor. Die „Blaue Hausnummer“ ist eine besondere Auszeichnung für energiesparende und klimafreundliche Haushalte im Landkreis. Sie wird von der Energieagentur unser-klima-cochem-zell e.V. in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kreisentwicklung, Klimaschutz der Kreisverwaltung Cochem-Zell vergeben. Egal ob es sich um ein baubiologisch saniertes Fachwerkhaus oder ein hochmodernes Niedrigst-Energie-Gebäude handelt, mit jeder Art von Gebäude kann sich der Besitzer bewerben.

Energiesparen zu Hause

Dirk Willing, RWE Effizienz GmbH, rundete mit seinem Vortrag den Abend ab und präsentierte komfortable Lösungen zum Energiesparen zu Hause, in Form von RWE SmartHome und die Energiespeichermöglichkeiten im Programm Home Powersolar. „Haussteuerung nach Maß ist weder Zukunftsmusik noch unbezahlbarer Luxus. SmartHome ermöglicht die zeitgemäße Haussteuerung von elektrischen Geräten und der Heizung und biete vielfältige Einsatzmöglichkeiten“, nannte Willing die Vorzüge des Programms. Jeder, der eine Photovoltaikanlage betreibt, kennt das Problem: Der meiste Strom wird dann erzeugt, wenn der Verbrauch am geringsten ist - nämlich tagsüber, wenn die Familie beruflich, in der Schule oder sonst wie unterwegs ist. So nutzen wir nur einen kleinen Teil des eigenen Solarstroms zum Eigenverbrauch. Der überwiegende Teil muss ins öffentliche Netz eingespeist werden, was durch die sinkende Einspeisevergütung langfristig immer unattraktiver wird. Nachts und in sonnenarmen Stunden, wenn die PV-Anlage wenig bis keinen Strom produziert, muss sogar noch zusätzlichen Strom eingekauft werden. Was bisher fehlte, war ein Solarstromspeicher, der es möglich macht, den Strom genau dann zu nutzen, wenn man ihn braucht. Neue Speichersysteme bieten ab sofort diese Unabhängigkeit. Mit einem Solarstromspeicher kann der „überflüssige“ Sonnenstrom mittags gespeichert werden - und steht dann zur Nutzung bereit, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Informationen rund um die genannten Themen, gibt es im Internet unter: www.unser-klima-cochem-zell.de

Pressemitteilung der

Energieagentur

unser-klima-cochem-zell e.V.

V.l.n.r.: Thomas Brost, Prof. Dr. Oliver Türk, Landrat Manfred Schnur und Dirk Willing . Foto: privat

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