Abschiedsgottesdienst der Pfarrei Faid/Dohr für Pastor Phu Tho Mai
Pastor Mai hinterlässt seine Spuren
Ende einer 14-jährigen Amtszeit in der Eifel
Faid. Kürzlich hieß es für die Angehörigen der Pfarrei Faid/Dohr Abschied zu nehmen. Nach über 14-jähriger Amtszeit feierte Pastor Phu Tho Mai im Beisein von Dechant Walter Fuß und Diakon Wilfried Puth in der Pfarrkiche „St. Stephanus“ zu Faid einen würdigen Abschiedsgottesdienst.
Am 11. November 2001 trat Pastor Mai seinen Dienst in der Pfarrei Faid/Dohr an. Fast schon als „göttliche Fügung“ kann dies bezeichnet werden, blickt man auf die bewegende Lebensgeschichte des Pastors. Vor weit mehr als 30 Jahren, entschied er sich als Teenager zur Flucht vor den Kommunisten aus seinem Heimatland Vietnam. Während auf der Flucht viele Menschen im Meer ertranken, wurde er vom Flüchtlingsschiff „Cap Anamur“ gerettet und kam nach Deutschland…und 2001 nach Faid in die Pfarrei.
Pastor Mai, der die Pfarrei Faid/Dohr in Richtung Rheinböllen im Hunsrück verlassen hat, war und ist durch seine offene und herzliche Art sehr beliebt. Viele haben ihn auch als Menschen und Freund kennen und schätzen gelernt. Er hat mit den Menschen gelebt und geglaubt, mit ihnen gearbeitet, zugehört, getröstet, sich für sie eingesetzt und unter ihnen gewirkt. Wie Trude Herr schon sagte: „Niemals geht man so ganz...“ Auch Pastor Mai hinterlässt Spuren in der Pfarrei. So hat er in Dohr und Faid 124 Kinder getauft, 205 Kinder zur 1. hl. Kommunion geführt und mit 137 Jugendlichen die Firmung gefeiert. Während seiner Amtszeit konnten die Figuren der heiligen Theresia von Lisièux und des heiligen Antonius von Padua sowie das Kreuz, das aus Hölzern aller Erdteile geschnitzt wurde, beschafft werden. Ebenfalls in diese Zeit fiel die Restaurierung der Altäre sowie die Renovierung der Innenräume der Pfarrkirche. Ganz besonders lagen ihm die Messdiener am Herzen. Kurz nach seiner Einführung durften auch Mädchen am Altar dienen, bis dato ein längst überfälliges Novum. Bei den Messdienern werden auch die jährlichen Ausflüge unvergessen bleiben. Seien es die Fahrten ins Phantasialand, den Europapark Rust oder die Fahrt nach Rom mit den älteren Messdienern.
Der Pfarrgemeinderat hat stellvertretend für alle Angehörigen der Pfarrei ihren Dank an Pastor Pho Tho Mai für die sehr gute und fruchtbare Zusammenarbeit ausgerichtet und überreichte zum Abschied eine Holzfigur der Mutter Gottes. Und auch wenn „Paulus schrieb an die Apatschen, ihr sollt nicht nach der Pedigt klatschen!“, erhielt Pastor Mai stehende Ovationen. Die Worte des Pfarrgemeinderates endeten mit: „Danke, lieber Tho für alles und Gottes Segen für dich in deiner neuen Heimat. Und wenn du mal Sehnsucht hast, nach der Eifel, nach uns, dann komm vorbei auf ein Gespräch bei einem Glas Wein oder um noch einmal mit uns einen Gottesdienst zu feiern.“.
