Allgemeine Berichte | 03.09.2014

80. Heimat- & Weinfest in Cochem

Rauschende Festlichkeiten im Zeichen des Moselweins

Sinfonie der Genüsse, Festumzug und Feuerwerk begeisterten - Weinprinzessin Jessi wurde mit Diadem gekrönt

Als erste Cochemer Weinprinzessin wurde Jessi zur 80. Festeröffnung mit einem Diadem ausgestattet.

Cochem. Die Aufnahmekapazität der Innenstadt für fröhlich feiernde Weinfreunde stieß auch in 2014 einmal mehr an ihre Grenzen, denn trotz durchwachsenen Wetters drängten wieder viele Tausend Festbesucher durch die malerischen Gassen, um sich rund um die festlich geschmückten Weintränken ihren Cochemer „Mosel“ schmecken zu lassen. Der floss an allen Tagen in Strömen und mundete den Gästen offensichtlich ausgezeichnet. Die starteten bereits am Donnerstag mit „Weyn, Schässje & Wuaschd off´m Brot“ in fünf kurzweilige und kulinarisch rustikale Tage, wenngleich erst tags darauf der offizielle Startschuss durch Bürgermeister Wolfgang Lambertz abgegeben wurde.

Zu diesem marschierten die Cochemer Gastgeber erneut per Festumzug groß auf und begleiteten darin die amtierenden Weinmajestäten, „Queen Alena & Princess Jessi“, in blumengeschmückter Kutsche ins Zentrum. Hier war dann auf dem Weg zur Festbühne kaum ein Durchkommen, denn die begeisterten Weinfreunde standen Schulter an Schulter um das Eröffnungsspektakel nicht zu verpassen. Zu diesem gesellte sich auch Cochems Mosel-Weinprinzessin Antonia, die zusammen mit ihren beiden Mitstreiterinnen Alena und Jessi das gut aufgelegte Weinvolk begrüßte. Erster Höhepunkt zum mittlerweile 80. Heimat- & Weinfest der Moselmetropole war die Krönung von Jessi. Sie wurde als erste Cochemer Weinprinzessin mit einem Diadem ausgestattet.

Der facettenreichen Orgelmatinée mit Marion Oswald in der St. Martinkirche folgte am Samstag eine willkommene Verkostung des Riesling-Registers, zu der allerseits verstärktes Schnalzen mit der Zunge zu vernehmen war. Gleichzeitig präsentierten auf den beiden Bühnen am Marktplatz und der Moselpromenade bekannte Musikformationen flotte Livemusik. Von dieser äußerst angetan, ließen sich die Festbesucher gerne zum Tanzen und Schunkeln animieren. Eine Autogrammstunde der besonderen Art war am späten Nachmittag im Kapuzinerkloster angesagt, als eine illustre Schar amtierender Weinmajestäten aus dem Ferienland Cochem ihr gemeinsames Kochbuch signierte. Unter dem Titel „Majestätisch Kochen“ geht das empfehlenswerte Werk aktuell auch weg wie warme Semmeln. Im Anschluss an den majestätischen Treff galt es, die „Sinfonie der Genüsse“ bei der „Weinprobe Moselle“ zu erleben. Auch dieses Event fand in den Räumlichkeiten des Kulturzentrums statt.

Der Sonntag stand erneut im Zeichen von zwei besonderen Festhighlights. Zunächst formierte sich am frühen Nachmittag im Stadtteil Cond ein farbenfroher Festumzug mit 40 Positionen, der mit seinem Start die dunklen Regenwolken am Himmel fast vertreiben konnte. Sehr zur Freude von den unzähligen Teilnehmern und Schaulustigen. Angeführt von den Trommlern der Bürgerwehr bahnte sich der Festumzug seinen Weg durch Cochem und wurde dabei stets vom anhaltenden Applaus der Festbesucher begleitet. Zahlreiche Musik-, Fanfaren- und Spielmannszüge, prachtvoll kostümierte Tanz- und Trachtengruppen, mittelalterliches Adelsvolk, Ritter, Knappen, Gaukler und Minnesänger, WeinrömerInnen, Mägde, Peitschenschwinger, Fahnenwerfer, Daue-Dengeler sowie eine aufmarschierte römische Kohorte, sorgten dabei für amüsantes Aufsehen.

51 bezaubernde Weinmajestäten

Das Hauptaugenmerk galt allerdings den 51 bildhübschen Weinmajestäten beim Umzug. Allen voran Alena und Jessi, die sich im Kreis von ehemaligen Cochemer Weinköniginnen, der amtierenden Pfirsichblütenfee Annabell und weiteren Weinrepräsentantinnen aus dem Ferienland Cochem gut aufgehoben fühlten. Im Anschluss an den Festumzug mischten sich die Majestäten unter die begeisterten Weinfreunde, die gleich hundertfach auf die Auslöser ihrer Kameras drückten, um jene majestätischen Begegnungen für sich persönlich festzuhalten.

Ein grellbuntes Lichtermeer, begleitet vom ohrenbetäubenden Böllerknall, erhellte am späten Sonntagabend das Cochemer Moseltal, als versierte Pyrotechniker wechselseitig von der Reichsburg, der alten Moselbrücke sowie der Mosel ein tolles Brillantfeuerwerk abschossen. Gleich im Anschluss ging dann wieder der Run auf die Weinstände los, an denen die fleißigen Bediensteten bis zum Festende alle Hände voll zu tun hatten. Mit dem traditionellen „Cochemer Abend“ verabschiedeten sich die Gastgeber am Montag vom Weinfest 2014 und von einem gewogenen, internationalen Publikum.

Als erste Cochemer Weinprinzessin wurde Jessi zur 80. Festeröffnung mit einem Diadem ausgestattet.
Insgesamt 51 Weinmajestäten aus dem Ferienland Cochem gaben sich im Moselstädtchen ein willkommenes Stelldichein. TE

Insgesamt 51 Weinmajestäten aus dem Ferienland Cochem gaben sich im Moselstädtchen ein willkommenes Stelldichein. Fotos: TE

Um engagierten Nachwuchs brauchen sich die Cochemer Vereine augenscheinlich keine Gedanken zu machen.

Um engagierten Nachwuchs brauchen sich die Cochemer Vereine augenscheinlich keine Gedanken zu machen.

Ein Schlückchen Wein von der Cochemer Bürgerwehr gefällig? Der Cochemer „Mosel“ schmeckte einfach aus jedem Fass.

Ein Schlückchen Wein von der Cochemer Bürgerwehr gefällig? Der Cochemer „Mosel“ schmeckte einfach aus jedem Fass.

Als erste Cochemer Weinprinzessin wurde Jessi zur 80. Festeröffnung mit einem Diadem ausgestattet.

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