Partnerschaftsveranstaltung in Müden/Örtze
Skulptur dokumentiert die Verbundenheit der drei Orte
Müden. Seit mehr als 20 Jahren gibt es eine Partnerschaft zwischen Müden/Aller, Müden/Örtze und Müden/Mosel. Immer wieder wird diese Partnerschaft durch gegenseitige Besuche der Vereine, aber auch durch offizielle Veranstaltungen der Gemeinden mit Leben erfüllt. So machte sich eine Abordnung aus Müden/Mosel mit der Deutschen Bahn auf in die Südheide. Nach einer reibungslosen Anreise und dem Zimmerbezug im Landhaus Müden und der Gaststätte Heidesee trafen sich alle zum Pfingstbaumpflanzen (vergleichbar mit dem Maibaumstellen) in einem im Ortszentrum idyllisch gelegenen Hof.
Alte Bekannte von früheren Treffen begrüßten sich freundlich, und bei guter Musik wurde auch viel getanzt. Die mitgereisten Vereinsvertreter von der Mosel nutzten die Gelegenheit, sich mit den jeweiligen Vereinen auszutauschen und Absprachen für weitere Treffen zu machen. Hierbei kam natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Am nächsten Morgen stand der Besuch des Gottesdienstes auf dem Programm. Es schloss sich unter Begleitung örtlicher Fahnenabordnungen ein kleiner Marsch zur Einweihung einer Skulptur an, die die Verbundenheit der drei Orte, die alle an Flüssen gelegen sind, dokumentieren soll. Umrahmt von Liedstücken des Posaunenchors wurden von allen Bürgermeistern kurze Grußworte gesprochen und die Gastgeschenke ausgetauscht.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen waren die Gäste von der Mosel zu einer Planwagenfahrt in die Heide eingeladen. Auch einige Gäste aus den anderen Partnergemeinden fanden auf dem Wagen Platz.
Nach einer kurzen Stärkung ging es gleich weiter mit der Ablegung des Heidjerdiploms. Neben dem Trinken von Ratzeputz wurden Hufeisen geworfen, Steine geschleudert und ein Gedicht in Plattdeutsch vorgetragen. Die insgesamt zehn Disziplinen wurden unter den strengen Augen der Schiedsrichter zwar gewissenhaft, aber auch mit viel Spaß erfüllt. Allen Mitstreitern konnte am nächsten Tag das Diplom mit seinen Rechten, aber auch Pflichten verliehen werden. Der Punktbeste erreichte immerhin 94 von 100 möglichen Punkten.
Am Abreisetag stand ein gemeinsamer Frühschoppen auf dem Programm.
Nach einer kräftigen Stärkung wurde um 12.30 Uhr die Rückreise angetreten. Gegen 20.15 Uhr traf die Abordnung wieder in Müden ein und entging so den schweren Unwettern, die in Nordrhein-Westfalen den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt hatten. Viel Lob erhielt der Ortsbürgermeister für das stimmige Programm.
