Kabarettduo präsentierte auf der röhrig-Kulturbühne ein neues Programm
Weibsbilder kamen ganz groß in Fahrt
Treis-Karden. Anke Brausch und Claudia Thiel sind als Kabarettduo „Weibsbilder“ in Treis-Karden und weit über die Grenzen der Region hinaus keine Unbekannten: die beiden Kabarettistinnen aus der Eifel erfreuten schon mehrmals die treue Fangemeinde, denn seit Anfang der röhrig-forum Kulturbühne sind die Weibsbilder mit dabei. Ihre oft zweideutigen Gags und Witze haben hier viele Freunde, die auch beim neuen Programm „Durchgangsverkehr - ausgebremst und abgezockt“ mit schmerzenden Bauchmuskeln die einzigartige Bühne in einem Baumarkt nach drei Stunden verließen. Wie gewohnt banden die beiden Akteure wieder einen männlichen Besucher in Form von „Harald“ ins Programm ein, der den ganzen Abend gefragt, für manche Pointe herhalten und schließlich am Ende mit dem neuesten Buch von Anke Brausch belohnt wurde. Als Polizistinnen suchten die Comedians zunächst in aller Welt nach geeigneten Reisezielen, wobei Klischees benutzt und Wortwitz Höhepunkte feierten. Claudia Thiel outete sich im Verlauf als Schokoladenliebhaberin und erklärte ihre Leibesfülle als „Cremefüllung“ der besonderen Art oder „Pralinenfriedhof“, während ihr Pendant Anke Brausch als alkoholisierte Autofahrerin so ihre Probleme mit der Polizei und dem Führerschein schilderte.
Selbstverständlich hatten die Weibsbilder, die im Verlauf der Premiere in Treis immer mehr in Fahrt gerieten, auch ihre fiktiven Bühnenfiguren Tineke, Bäuerin Christel aus Kalenborn-Scheuren, Esoterikerin Gundula und auch Britta im Programm. Während Tineke als Schülerlotssin von ihren Erfahrungen berichtete und sich etwa fragte, ob chinesische Tätowierer auch deutsche Begriffe auf den Rücken ihrer asiatischen Kundinnen tätowieren, ging es bei Britta, Christel und Gundula mehr um die Themen Diäten, Verkehr, Heiraten und das Liebesleben der beiden. Die Weibsbilder sind aber auch musikalisch und tänzerisch auf der Höhe, das bewiesen sie einmal mehr in Treis, denn die Stimme von Anke Brausch hat was und die sportlich/tänzerischen Einlagen von Partnerin Claudia Rausch sind auch nicht zu verachten. Selbstverständlich verstehen es die Künstlerinnen aus dem Stehgreif Situationskomik zu erzeugen, etwa als das klingelnde Handy als Requisite für den Sketch gar nicht zur Verfügung stand und Claudia rasch ein Gerät aus Pappe für Anke baute… Rund 200 Zuschauer kamen bei den Weibsbildern auf der röhrig-Kulturbühne sicherlich auf ihre Kosten. Wer die beiden „Spaßgranaten aus der Eifel“ noch einmal live erleben will, hat am 3. Oktober in Faid die Gelegenheit dazu. Dort gibt es für die Fans ein Vorgänger-Programm der Weibsbilder zu erleben.
Gundula schwört auf Esoterik und wartete mit Anke auf den Führerschein-Beamten.
