Teddybär-Krankenhaus zu Gast im ev. Kindergarten Straßenhaus
Aus der Sicht der Eltern
Kinder des Kindergartens Straßenhaus erleben einen Krankenhausbesuch
Straßenhaus. Nach einigen Tagen voll gespannter Erwartung war es endlich soweit. Die Turnhalle der KiTa hatte sich bereits in den Morgenstunden in ein ganzes Krankenhaus verwandelt, in dem sechs engagierte Krankenschwestern aus dem Koblenzer Klinikum Kemperhof den kleinen und großen Patienten mit Rat und Tat zur Seite standen. Jedes KiTa-Kind zwischen drei und sechs Jahren durfte sein verletztes oder erkranktes Lieblings-Kuscheltier mitbringen, um es untersuchen und ärztlich versorgen zu lassen. Dabei wurde an alles gedacht, um es wie einen tatsächlichen Arztbesuch aussehen zu lassen. Vom Aufnahmeblatt, das nach etwaigen Allergien fragt, bis hin zum Rezept. Die Kinder durchliefen mit ihrem Kuscheltier die verschiedenen Stationen: Nach der Anmeldung und kurzer Wartezeit im „Wartezimmer“, gab es ein ausführliches Aufnahmegespräch mit Fragebogen, der unter anderem nach etwaigen Allergien und Vorlieben fragt, um Näheres über den Patienten und seine Beschwerden zu erfahren. Je nach Art und Schwere der Beschwerden ging es dann weiter zum Röntgen, zur nächsten Untersuchung oder Behandlung kleinerer Verletzungen und Erkrankungen in einen der zwei Behandlungsräume oder als Notfallpatient in den Operationssaal. Ein anschließender Gang mit dem ausgestellten Rezept zur Apotheke, der letzten Station für jedes Kind, war in allen Fällen unvermeidlich, sollte doch der Patient auch zu Hause mit Gabe der verordneten Medikamente und einer individuellen Dosierungsanleitung weiterhin genesen.
Die Idee hinter dieser Aktion ist, dass Kinder den Arztbesuch aus der Eltern- und Beobachtungsperspektive erleben, ohne davor Angst haben zu müssen, selbst untersucht zu werden.
In der KiTa war das Teddybär-Krankenhaus ein echtes Highlight. Nach anfänglichem Zögern, wollte später doch fast jedes Kind unbedingt dabei sein, so dass die Teddy-Doktoren einen halben Tag lang alle Hände voll zu tun hatten. Da wurden Erkältungen behandelt, Platzwunden versorgt, Löcher im Bauch verarztet, gebrochene Knochen geflickt, Verbände angelegt, Wunden gereinigt, und genäht, ebenso wie anfängliche Ängste der Kinder abgebaut.
Dabei haben sie mächtig Eindruck hinterlassen und das ein oder andere Kind dazu inspiriert, seine eigene Praxis in der KiTa zu eröffnen, um den kranken und Verletzten auch weiterhin zu helfen.
