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Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium zu Gast bei der Dachdecker-Innung des Kreises Neuwied

Basis trifft – Politik

Basis trifft – Politik

v.r.: Obermeister Ralf Winn, Staatsekretärin Daniela Schmitt, Hauptgeschäftsführerin Elisabeth Schubert, Präsident der Handwerkskammer Koblenz Kurt Krautscheid. Foto: Dachdecker-Innung des Kreises Neuwied

10.01.2019 - 13:24

Kreis Neuwied. Die Politik ist im Moment nicht gerade der Deutschen beliebtestes Klientel. Deshalb ist es wichtig, dass sich die politischen Entscheider beim Volk sehen lassen und die Probleme der Menschen nicht nur anhören, sondern auch Lösungsvorschläge unterbreiten. Dass Politik die Basis anhört, konnten die Kollegen der Dachdecker-Innung des Kreises Neuwied bei ihrer Jahrestagung erfahren. Denn die Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium Daniela Schmitt hatte ihren Besuch bei der Innungsversammlung zugesagt.

Nach einem Referat über die Entwicklung des Handwerks in Rheinland-Pfalz, bei der Daniela Schmitt die erfolgreiche Bilanz für das heimische Handwerk hervorhob, hatten die Innungsbetriebe die Möglichkeit, in einer Diskussion auf ihre Sorgen und Nöte hinzuweisen. Ob Steuerpolitik - hier war besonders die kalte Progression Thema - oder die drückende Demografieproblematik mit noch immer zu wenig Berufsnachwuchs - Daniela Schmitt stand den Innungskollegen Rede und Antwort. Natürlich war die Zeit bei dieser regen Diskussion zu kurz bemessen, um auf alles einzugehen. Dennoch konnte die Staatsekretärin einige Anregungen mit nach Mainz nehmen. Daniela Schmitt lobte das Engagement der Innungsbetriebe, ob bei Ausbildung oder ehrenamtlichem Mitwirken. „Das Handwerk ist und bleibt ein wichtiger Faktor nicht nur im Land Rheinland-Pfalz“, so die Staatssekretärin.


Ein positives Geschäftsjahr


Obermeister Ralf Winn berichtete dann der Innungsversammlung über die Innungsereignisse im Jahr 2018. Es war wieder ein positives Geschäftsjahr. Die Auftragsbücher sind nach wie vor voll. Aber auch Ralf Winn wies auf die schwierige Situation bei der Stellenbesetzung hin. Egal ob es um Einstellung von Lehrlingen, von Fachkräften oder von Helfern geht. Überall ist Bedarf. Drei Monate Wartezeit auf Durchführung von Arbeiten ist keine Seltenheit. Und ohne Mitarbeiter sind Aufträge garnicht durchzuführen.

Dirk Baier, der Lehrlingswart der Dachdecker-Innung, konnte der Innungsversammlung vom Prüfungsgeschehen bei der abgeschlossenen Gesellenprüfung berichten. Alle Prüfungsteilnehmer aus dem Kreis Neuwied hatten die Prüfung bestanden, eine positive Entwicklung. Trotzdem mangelt es einer nicht geringen Zahl von Lehrlingen an Grundkenntnissen wie Lesen, Schreiben, Rechnen. Ohne diese Schlüsselkompetenzen kann eine Ausbildung in einem Handwerksberuf nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Vom Landesfachverband des rheinland-pfälzischen Dachdeckerhandwerks waren Landesinnungsmeister Johannes Lauer und Geschäftsführer Andreas Unger anwesend Beide erstatteten einen Bericht über die aktuelle Situation im Dachdeckerhandwerk des Landesinnungsverbandes Rheinland-Pfalz. Andreas Unger stellte aktuelle Projekte und zukünftig geplante Initiativen vor.

Manfred Plag, der Geschäftsführer des Job-Centers des Landkreises Neuwied, ging auf die Thematik Langzeitarbeitslose und die für diesen Personenkreis aktuellen Förderungsmöglichkeiten ein. Er bot den Betrieben bei Interesse seine Hilfe an.

Nach Abhandlung der Tagesordnung konnte Obermeister Ralf Winn die sehr gut besuchte und interessante Tagung schließen.

Pressemitteilung der Dachdecker-Innung des Kreises Neuwied

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Kommentare
Uwe Klasen:
Dazu passend ein Bericht in der "Jüdischen Rundschau": Wieder auf gepackten Koffern - Wegen des zunehmenden Antisemitismus fürchten junge Juden um ihre Zukunft in Deutschland. [Link v. d. Redaktion entfernt]
juergen mueller:
Ob Konrad-Adenauer-Ufer oder Kornpfortstraße - alles ist - und noch mehr - sanierungsbedürftig.Sich immer wieder als Kümmerer darzustellen und auf seinen Spaziergängen Probleme, die wir zuhauf in Koblenz haben, aufzuzählen, sollte man mit offenen Karten spielen, was heisst, wer soll das bezahlen. Es hapert überall, dazu brauchen wir keine Spaziergänger, die anscheinend nichts anderes u tun haben, Defizite aufzudecken, die lange bekannt sind u.nur darauf bedacht sind,sich immer wieder selbst in den Fokus zu setzen, was keine löst.Wer Forderungen stellt u. selbst im Stadtrat sitzt (oder dahin will, gell Herr Blank) sollte sich bei seinen Forderungen erst einmal Gedanken darüber machen, wie das bezahlt werden soll. Diese immerwährende Selbstdarstellung ist scheinheilig und täuscht über den wahren Hintergrund hinweg.
juergen mueller:
Das ist ja in der Politik nichts neues u. gehört einfach zu der Mentalität eines jeden Politikers, Dinge für sich in Anspruch zu nehmen, auch wenn sie nicht auf dem eigenen Mist gewachsen sind u.sich wohldurchdacht in den Vordergrund zu stellen. Das gehört neben Reden ohne wirklichen Inhalt einfach zum Handwerkszeug. Jeder Politiker sollte ein Präsent mit auf seinen Weg bekommen - ein LABER-Glas.Wenn ihm keiner zuhört: Deckel öffnen,reinlabern,Deckel schließen.Wenn keiner mit ihm spricht: Deckel öffnen,sein altes Gelaber anhören.Und das Ding mit den hygienischen Argumenten ist wirklich zweitrangig u.vorgeschoben.Da gibt es Beispiele,bei denen das Wort "Schwein" schon eine Beleidigung dieser Tiergattung darstellt.Und was die Grundwerte betrifft,so dürften gerade diejenigen,die sich damit gerne idendifizieren,erst einmal in Klausur gehen um zu verinnerlichen,was sie selbst damit verbindet.Denn Detailkenntnisse gehören ja nicht unbedingt zu einem Muss eines jeden Politikers.
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