Allgemeine Berichte | 23.04.2013

Verein zur Förderung Erneuerbarer Energien Anhausen-Meinborn e.V.

Besuch der Energielandschaft Morbach

Morbach/Meinborn. Der VFE hatte jedermann zum Besuch der Energielandschaft Morbach im Hunsrück eingeladen. Leider fiel die Resonanz geringer aus als erwartet. So fuhr der VFE mit einem kleineren Bus und bekam eine sehr individuelle Führung.

Die Gemeinde Morbach hat sich Anfang dieses Jahrtausends zur Aufgabe gemacht, auf der Konversionsfläche des ehemals größten europäischen Munitionslagers der amerikanischen Luftwaffe eine Energielandschaft zu errichten und somit einen Weg in Richtung autarkerer Energieversorgung zu beschreiten. Auf dem 146 ha großen Gelände sind inzwischen 14 Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 140 m à 2 MW, Jahresproduktion 40 Mio. kWh/a; 20.000 m² Photovoltaikmodule mit ca. 2 MW, Jahresproduktion 2 Mio. kWh/a; eine Biogasanlage in der Größenordnung knapp wie diejenige in Anhausen, eine Holzpellet-Produktion und ein Holzhackschnitzel-Heizwerk errichtet worden. Die Gemeinde investiert selbst nicht in die Energieumwandlungsanlagen, sondern verpachtet das Gelände an Investoren. Teilweise konnten vorhandene Gebäude genutzt werden. Der Plan, eine Anlage zur Produktion von Terra Preta zu errichten, konnte leider wegen Insolvenz des Investors noch nicht verwirklicht werden.

Die Besucher können die Windkraftanlagen aus nächster Nähe auf sich wirken lassen. Dabei stellen sie fest, dass beim Drehen der Rotoren ein Luftschnittgeräusch entsteht. Wenn es nicht rhythmisch wiederkehren würde, dann könnte der Besucher meinen, dass ein Segelflugzeug über einem hinwegfliegt.

Die Photovoltaikmodule unterschiedlicher Technologie und aus verschiedenen Produktionsverfahren sind auf Gestellen in einer Höhe montiert, die es dem Besucher erlaubt, alles aus nächster Nähe zu betrachten. Manche Gestelle bieten eine Nachführtechnik. Teilweise handelt es sich auch um Aufbauten zur Erprobung von neu entwickelten PVA-Modulen und deren Zusammenwirken mit unterschiedlichen Wechselrichtern.

Statt ihre Sägeabfälle wie früher zu entsorgen, liefern Morbachs drei Holzsägewerke sie auf kurzem Weg hier an. Aus diesen erzeugt das Holzhackschnitzel-Heizwerk Wärme und das benachbarte Werk zur Holzpellet-Produktion die begehrten Holzpellets für Heizungen. Die für den Fabrikationsprozess benötigte Prozesswärme bezieht das Werk zur Holzpellet-Produktion aus der ebenfalls benachbarten Biogasanlage und aus dem Holzhackschnitzel-Heizwerk. Langfristig sollen hier 15.000 t Holzpellets pro Jahr produziert werden.

Auf dem Gelände gibt es zahlreiche Bunker. Die Mehrzahl davon ist an Handwerker vermietet; soweit es sich um holzverarbeitende Betriebe handelt, liefern diese ihre Holzabfälle zum nahen Holzhackschnitzel-Heizwerk. Zwei Bunker dienen Ausstellungszwecken: In einem wird die Problematik der Klimaveränderung behandelt und im anderen, dem ehemaligen Überlebensbunker des Munitionslagers, wird er selbst und die jüngere Geschichte des Geländes im Zusammenhang mit der Zeit des Kalten Krieges beleuchtet.

Auf dem Rückweg machten die Teilnehmer noch einen kurzen Halt an einem neuen unweit der B 327 gelegenen Windkraftpark, der im Endausbau über 20 Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 200 m à 3 MW haben soll. Der Großteil der Windkraftanlagen war schon in Betrieb. An einer noch im Bau befindlichen Windkraftanlage ließen die Besucher aus nächster Nähe die Dimension u. a. auch des für den ersten Bauabschnitt benötigten Aufstellungskrans auf sich wirken.

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