Gleichstellungsbeauftragte werben für mehr Frauen in der Kommunalpolitik
„Bissiger Rückblick“ und optimistischer Ausblick
Kreis Neuwied. Die Gleichstellungsbeauftragten hatten zu einem „bissigen Jahresrückblick“ mit der Kabarettistin Anny Hartmann in das Roentgenmuseum Neuwied geladen. Sie nutzten die Gelegenheit aber auch, um den Gästen die Gleichstellungsarbeit in den Verbandsgemeinden, der Stadt Neuwied dem Landkreis vorzustellen und die Frauen zu ermutigen sich politisch zu engagieren.
Gleichstellungsarbeit vorgestellt
Vor jeder Kommunalwahl starten die Gleichstellungsbeauftragten Aktionen mit dem Ziel, mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen.„Nur wenn Listenverantwortliche, interessiere Frauen und letztlich auch die Wählerinnen und Wähler gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir die Zeiten der Unterrepräsentanz von Frauen in den Räten überwinden“, begründete Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises die gemeinsame Aktion. Nach der Wahl unterstützen die Gleichstellungsbeauftragten mit kommunalpolitischen Bildungsangeboten die Ratsfrauen. „Themen wie Haushaltsrecht, Planungs- und Baurecht oder auch die Gemeindeordnung sind kein Hexenwerk“, so die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied, Sandra Thannhäuser. „Hilfe finden die Ratsfrauen nicht nur bei uns, sondern auch bei den Fachämtern der jeweiligen Verwaltungen“. Von ihren langjährigen kommunalpolitischen Erfahrungen als Ratsfrauen berichten die Gleichstellungsbeauftragten Ute Starrmann (Puderbach) und Monika Kukla (Waldbreitbach) und von der Notwendigkeit eines guten Netzwerkes Astrid Thol (Unkel und Linz) und Bianca Theisen (Bad Hönningen). Den wichtigen Arbeitsschwerpunkt „Wiedereinstieg“ stellte Andrea Frorath (Dierdorf) vor und die Berichte von Monika Edling (Rengsdorf) und Susanne Christ (Asbach) zeigten, dass, wenn Frauen für ihre Gemeinde aktiv werden, vieles bewegt werden kann.
Satirischer Blick auf die Weltpolitik
Nach dem ernsten Blick auf die Kommunalpolitik und die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten warf Anny Hartmann einen satirischen Blick auf die Weltpolitik und die Bundesregierung im vergangenen Jahr. Es fanden sich für jeden Monat bissige Kommentare oder Pointen; dabei traf der Humor der politischen Kabarettistin alle. Ganz gleich ob CDU, FDP oder SPD, ob Putin oder Obama - dem wachen Auge Anny Hartmanns war wenig entgangen. Nach der Veranstaltung gab es Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Fragen zu stellen und Erfahrungen aus der Ratsarbeit auszutauschen.
„Handbuch für Neueinsteigerinnen“
Zur weiteren Unterstützung der Ratsfrauen wird zur Zeit ein „Handbuch für Neueinsteigerinnen“ von den Gleichstellungsbeauftragten erstellt.
