Politik | 05.03.2013

Braucht ein Gewerbegebiet eine Umgehungsstraße?

Unsere Vorfahren haben, wo immer es machbar war, die Wege und Straßen ohne großes Gefälle oder Steigung gebaut. So ist auch die heutige B256 von Rengsdorf bis zur A3 auf der Wasserscheide zwischen Aubachlind Fockenbachtal entstanden. Handwerker, Landmaschinen-, Lebensmittelhändler, Gastronomie, Tankstellen und vieles andere mehr - auch Bürger - siedelten sich freiwillig entlang dieser Straßen an. In Straßenhaus betreiben heute 31 Betriebe ihre Geschäfte entlang der Raiffeisenstraße. Diese Straße ist also ein Gewerbegebiet mit wenigen reinen Wohnhäusern, (unter anderem von einem Drittel der aktuellen Ratsmitglieder oder deren Verwandten bewohnt.)

Für dieses Gebiet planen unsere Volksvertreter eine Umgehungsstraße entlang von reinen Wohn- und Schutzgebieten. Die derzeitige Ausbaustufe der B256 in der 300m langen Ortsdurchfahrt von Straßenhaus ist weder stau- noch unfallanfällig. Daran wird meiner Meinung nach auch die Rengsdorfer Umgehung nichts ändern, da die B 256 zweispurig bleiben soll.

Das hohe Verkehrsaufkommen in Straßenhaus ist für die nichtgewerblichen Anwohner und auch für jeden Überquererden der Straße ein Problem.

Hier muss eine Lösung her. Kann das aber wirklich nur die „alternativlos“ gepriesene Umgehungsstraße sein? Sie beeinträchtigt Iaut Frau Bgm Haas nicht nur die Bürger der Birkenstraße, sondern auch die aus Niederhonnefeld und Ellingen. Dieses geplante Gebilde, das den Menschen zwangsweise vor die Nase - oder besser gesagt - vor Augen und Ohren gesetzt wird, hat folgende Erkennungsmerkmale: Berg- und Talbahn, 3,2 km lang, teuer, ortsnaher Waldverlust, zerschneidet Straßenhaus und seine Ortsteile, zerstört Biotop Hölsbach und das Naturschwimmbad, usw., usw.

Der Beschluss des Ortsgemeinderates von 1996 hat keine Veränderung in Bezug auf die Verkehrssituation in Straßenhaus gebracht. Ein weiteres „Ja“ zur Umgehung wird auch in den nächsten zehn bis 20 Jahren nichts verändern. Es muss doch eine bessere und schnellere Lösung geben.

Bürgerbeteiligung ist zurzeit in der Politik das große Schlagwort. Es darf nicht sein, dass dieses brisante Thema vom Rat allein entschieden wird, zumal wenn hier eine hohe Betroffenheitsrate besteht.

Ludwig Hilgers,

Straßenhaus

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