Ausstellung im Kreismedienzentrum
Der Kreis Neuwied im 1. Weltkrieg
Neuwied. Am ersten August jährte sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum einhundertsten Male. Historiker betrachten diesen Krieg als die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, die den Grundstein legte für einen Zweiten Weltkrieg und damit radikale Veränderungen in ganz Europa bewirkte. Hervorgerufen durch einen übersteigerten Nationalismus gepaart mit Großmachtbestrebungen, Wettrüsten und Misstrauen, brachte dieser Krieg eine bis daher nicht gekannte Kriegsmaschinerie in Gang, die über unzählige Menschen in Europa und Übersee Tod und Elend bringen sollte. Im unsinnigen Stellungskrieg verloren Millionen von Soldaten ihr junges Leben. Mütter verloren ihre Söhne, Frauen ihre Männer und Kinder ihre Väter. Das Elend in den Schützengräben der Westfront und das Grauen des Krieges rufen noch heute Entsetzen hervor, sind aber dennoch für uns kaum nachzuempfinden.
Doch nicht nur an der Front zeigte der Krieg alsbald seine Wirkung. Auch in der Heimat gab es Veränderungen im täglichen Leben, die eng mit dem Kriegsgeschehen verbunden waren. Die Rationierung der Lebensmittel, die Beschaffung von Ersatzstoffen, die Heranziehung von Kindern und Jugendlichen zu Arbeiten in der Landwirtschaft und die Einrichtung von Reservelazaretten sind nur einige Beispiele.
Das Kreismedienzentrum Neuwied hat aus diesem Anlass eine historische Fotoausstellung zu dem Thema: „Der Kreis Neuwied im 1. Weltkrieg“ zusammengestellt. Die Ausstellung beleuchtet anhand historischer Fotografien, Dokumente und einiger originaler Gegenstände, wie sich der Krieg auf das Leben der Menschen im Kreis auswirkte und bietet dabei Einblicke in unterschiedliche Bereiche des täglichen Lebens der damaligen Zeit.
Die Ausstellung ist zu sehen von Dienstag, 30. September, bis Dienstag, 23. Dezember, im Kreismedienzentrum Neuwied, Beverwijker Ring 5, 56564 Neuwied, Tel. (0 26 31) 9 50 71 -0. Der Eintritt ist frei.
