Allgemeine Berichte | 04.05.2015

Bienenweide in Oberraden angelegt

Ein wichtiger Lebensraum für Insekten

Ortsbürgermeister Achim Braasch (r.) erklärt den Ablauf der angelegten Blumenwiese. Hans-Werner Breithausen (3. v. l.), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf, und und Landrat Rainer Kaul (5. v. l.) betonten die Bedeutung des Projekts. WT

Oberraden. Rund um die Ortsgemeinde Oberraden wurde in der letzten Zeit von ehrenamtlichen Helfern kräftig geackert: „Es wurde auf unterschiedlichen Flächen gefräst, gehackt um einen feinkrümeligen Boden herzustellen, damit das Saatgut für Bienenweiden eingesät werden konnte. Zudem musste die Grasnarbe nach dem Fräsen abgerecht werden, damit die neue Blumenwiese auch in den nächsten Jahren gut wächst. Der Naturpark Rhein-Westerwald e.V. unterstützt die Maßnahme. „Jetzt müssen wir aufs Wetter hoffen und geduldig sein, bis die Bienenweide auch blüht“, meinte Achim Braasch, der Ortsbürgermeister von Oberraden, der besonders den Grünflächenpaten der Ortsgemeinde und den Ratsmitgliedern für ihren Einsatz dankte.

Das wird das Ortsbild der Gemeinde sichtbar verändern, ist sich Dr. Friedericke Weber, die Geschäftsführerin des Naturparks Rhein-Westerwald e.V. sicher: „Statt grünen Rasenflächen werden im Jahresverlauf unterschiedliche Blumen zur Blüte kommen. Die Blüten der Bienenweiden sind auf die spezifischen Bedürfnisse von bestäubenden Insekten, wie für Honig- und Wildbienen, ausgerichtet, die ihnen Nahrung und Lebensräume bieten.“

Ministerium förderte die Anschaffung von Saatgut

Der Naturpark hat das Saatgut für die Bienenweiden über Fördermittel des Ministeriums für Umwelt, Ernährung, Weinbau, Landwirtschaft und Forsten gerne gefördert. Landrat Rainer Kaul, der stellvertretende Vorsitzende des Naturparks Rhein-Westerwald e. V. betonte, wie wichtig diese Initiative des Naturparks ist: „Nur wenn die bestäubenden Insekten ausreichend Lebensräume in der Natur finden und damit das Überleben gesichert werden kann, können auch zukünftig Wild- und Kulturpflanzen bestäubt werden“ Die Bienenweiden sollen dazu einen kleinen Beitrag leisten.

Ein neues Highlight im Rengsdorfer Land

„Auch in den Ortsgemeinden Anhausen und Rüscheid werden sich in Zukunft bestäubende Insekten wohlfühlen, denn auch dort wurden Bienenweiden eingesät“, freut sich Hans-Werner Breithausen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf. Breithausen bekräftigt, dass nicht nur für die Bienen die neuen Blühwiesen ein Highlight im Rengsdorfer Land und im Naturpark sind. Die Wiesen sind herrlich anzusehen und sind auch für die Bevölkerung und Erholungsuchende eine Augenweide.

Auf die Auswahl der potenziellen Flächen für die Bienenweiden und des Saatgutes wurde besonderen Wert gelegt: Im Sinne des Naturschutzes wurden in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Flächen ausgewählt, die durch Blühwiesen aufgewertet werden können. Die Zusammensetzung des Saatgutes wurde durch die Untere Naturschutzbehörde sowie den Kreisbiotopbetreuer des Kreises Neuwied, Günter Hahn, geprüft, damit keine für die Natur problematischen Pflanzen ausgesät werden.

Die Bienenweiden in Oberraden und dem Rengsdorfer Land sind Teil eines größeren Naturpark-Projektes. Mit Unterstützung des Naturparks wurden in weiteren Gemeinden Bienenweiden angelegt: Auch in den Gemeinden Roßbach/Wied (VG Waldbreitbach), Dürrholz (VG Puderbach) und Kleinmaischeid (VG Dierdorf) wird es mit Bienenweiden neue Lebensräume für bestäubende Insekten geben.

Ortsbürgermeister Achim Braasch (r.) erklärt den Ablauf der angelegten Blumenwiese. Hans-Werner Breithausen (3. v. l.), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf, und und Landrat Rainer Kaul (5. v. l.) betonten die Bedeutung des Projekts. Foto: WT

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