Politik | 24.09.2013

VG-Rat Dierdorf tagte

Eintrittspreise des Hallenbades

Der Besuch des AquaFit in Dierdorf wird teuer.  WT

Dierdorf. Die Mehrheit im Verbandsgemeinderat war in der jüngsten Sitzung der Meinung, dass die Eintrittspreise des Hallenbades im Vergleich mit den umliegenden Bädern niedrig waren und jetzt angepasst werden müssen. Die neuen Tarife sehen so aus: Kleinkinder bis vier Jahre: 1 Euro statt wie bisher freier Eintritt. Kinder und Jugendliche fünf bis 17 Jahre: Tageskarte 4 statt 3 Euro. Drei Stunden (bisher 2,5 Stunden) 3 statt 2 Euro. 90 Minuten (neu) 2 Euro. Erwachsene: Tageskarte 7 statt 6 Euro. Drei Stunden (bisher 2,5 Stunden) 5 statt 3 Euro. 90 Minuten (neu) 3 Euro. Familien-Tageskarte: 17 statt bisher 14 Euro. Die Preise für Zehnerkarten werden teilweise stark erhöht: Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: Zehner-Tageskarte 36 statt 27 Euro. Zehner-Dreistundenkarte 27 statt 18 Euro. Erwachsene: Zehner-Tageskarte 63 statt 54 Euro. Zehner-Dreistundenkarte 45 statt 27 Euro. Zehner-Tagesfamilienkarte 153 statt 126 Euro. Die Jahreseintrittskarte wird abgeschafft. Saunapreise: Kleinkinder bis vier Jahre 1 Euro (bisher frei). Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: Tageskarte 8 statt 7 Euro. 3 Stunden (bisher 2,5) 7 statt 5 Euro. Erwachsene: Tageskarte 12 statt 10 Euro. 3 Stunden (bisher 2,5) 8 statt 6 Euro. Familientageskarte 31 statt 30 Euro. Zehner-Tageskarte für Jugendliche bis 17 Jahre 72 statt 63 Euro. Zehner-Dreistundenkarte für Jugendliche bis 17 Jahre 63 statt 45 Euro. Zehner-Tageskarte Erwachsene 108 statt 90 Euro. Zehner-Dreistundenkarte Erwachsene 72 statt 54 Euro. Durch die Anpassungen entstehen Mehreinnahmen von 110.000 Euro im Schwimmbad und 27.000 Euro in der Sauna. FWG-Ratsmitglied Hans-Hermann Scheyer regte an, nicht nur Preiserhöhungen zu beschließen, sondern auch über mögliche Kosteneinsparungen im Hallenbad nachzudenken. Das soll zum Beispiel durch verkürzte Öffnungszeiten geschehen, versicherte Bürgermeister Horst Rasbach. Die beiden FWG-Mitglieder des Verbandsgemeinderats stimmten gegen die Preiserhöhungen. Beim Abwasser gibt es 2012 einen Jahresgewinn von knapp 87.000 Euro. Damit können teilweise Verluste aus Vorjahren abgetragen werden. Trotz 2012 beschlossener Gebührenerhöhungen schließt der Haushalt der Wasserversorgung der Verbandsgemeinde Ende 2012 mit einem Minus von knapp 50.000 Euro ab. CDU-Sprecher Hans-Dieter Spohr monierte eine „nicht wirksam gewordene Kostenbremse“. Er hält die Situation für unbefriedigend. Dennoch stimmte auch die CDU - wie die anderen Fraktionen SPD, FDP und FWG - dem geprüften Jahresabschluss zu. Der geplante Gewinn in der Wasserversorgung 2013 steigt auf 36.000 Euro. Insgesamt werden 200.000 Euro weniger investiert als geplant. Der Grund liegt in weniger Neubaugebiete und weniger zu reparierende Wasserleitungen. Auch im Jahr 2013 seien keine wirksamen Kostensparmaßnahmen erkennbar, kritisierte CDU-Mann Spohr. Abwasserversorgung wird in 2013 einen Gewinn von 212.000 Euro bringen, 192.000 Euro davon sind eine Schadenersatzleistung aus einem Planungsschaden in der Wiesenstraße in Großmaischeid. Dennoch ist für diesen Betriebszweig noch ein Darlehen von über einer Million Euro erforderlich. Das Geld leiht zum größten Teil die Landesregierung der Verbandsgemeinde, weshalb hierfür so gut wie keine Zinszahlungen erforderlich sind. Mit Eigenstromerzeugung in den Kläranlagen und Pumpstationen sollen künftig die laufenden Kosten für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung reduziert werden, kündigte Bürgermeister Horst Rasbach an. In den Herbstferien stehen weitere Rohbauarbeiten bei der Sanierung der Herman-Gmeiner-Grundschule in Großmaischeid an, sowie die Heizungs- und Sanitärarbeiten. Vieles wurde schon in den Sommerferien erledigt. Die gesamte Südseite ist bereits komplett saniert. Mit den notwendigen Dacharbeiten soll bald angefangen werden. Hier sind Undichtigkeiten eingetreten, es hatte in die Schule hineingeregnet. Ebenfalls in den Herbstferien werden die ersten 20 Fenster ausgetauscht. Was die Kosten angeht, spielt sich alles noch im geplanten Rahmen ab, versicherte der bauleitende Architekt. Die Situation der Windenergienutzung in der Verbandsgemeinde Dierdorf muss komplett neu untersucht und geplant werden. Bisher hat es hier keine abschließende Untersuchung gegeben, weil ein Antrag zur Genehmigung von Windkraftgewinnung in der Kuhheck dem zuvor kam. Wie Horst Rasbach mitteilte, hat die Kreisverwaltung dem Bauantragsteller eine Genehmigung auf Sofortvollzug für den Bau von vier Windanlagen erteilt. Mittlerweile ist es, erklärte Horst Rasbach, auch zulässig, dass Flächen innerhalb des Naturparks Rhein-Westerwald für Windkraft genutzt werden. Dazu gehören die autobahnnahen Waldgebiete rund um Groß- und Kleinmaischeid und Stebach. Nach Informationen der Verwaltung muss eine komplett neue Standortuntersuchung für mögliche Windkraftflächen in der Verbandsgemeinde Dierdorf erstellt werden. Alle bisherigen Untersuchungen haben keine Gültigkeit mehr. Die bereits genehmigten vier Windkraftanlagen in der Kuhheck besäßen allerdings Bestandsschutz. Nach den neuen Prioritäten für erneuerbare Energien ist damit zu rechnen, dass in jetzt anstehenden neueren Untersuchungen eher mehr als weniger Windkraftflächen als möglich angesehen werden. Künftig sollen aber schon im Vorfeld Naturschutzverbände und Nachbarkommunen mehr einbezogen werden, um besser zu einvernehmlichen Lösungen kommen zu können. CDU-Sprecher Spohr lenkte den Blick auf größere regionale Einheiten und brachte den Gedanken ein, ob es nicht sinnvoller sei, Planungen zu erstellen, die auch Verbandsgemeindegrenzen überschreiten. Dadurch könnten günstigere und ökologisch sowie ökonomisch effektivere Windkraftgebiete gefunden werden.

Der Besuch des AquaFit in Dierdorf wird teuer. Foto: WT

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