Allgemeine Berichte | 09.11.2014

Kunstvielfalt in der Verbandsgemeinde Rengsdorf

Farben und Formen, Musik und Gesang

Bernd Hermann (2. v.l.) erläutert sein Bild Sabine Blasius, Hans-Werner Breithausen und Gudrun Vielmuth (v.l.).WT

Rengsdorf. Alle zwei Jahre lohnt sich ein Besuch der Verbandsgemeindeverwaltung Rengsdorf für Jedermann, dann zeigen die heimischen Künstler und Kunsthandwerker ihr Können. Gleich am Eingang grinst die freundliche Klapperschlange des Bonefelder Steinbildhauers Paul Pütz die Besucher an. Der „Snob“ aus grauem Basalt zeigt physiognomische Verwandtschaft zu dem kürzlich gefeierten Melsbacher Legionär des Bildhauers. Etwas weicher, weil aus Sedimentgestein, ist die „Quellennymphe“ im Treppenhaus. Skulpturen aus Treibholz und farbenfrohe Gemälde leiten in den ersten Ausstellungsraum, der überquillt vor Farbenfreude und kreativer Vielfalt. 27 Ausstellerinnen und Aussteller verwandelten die Amtsstuben in eine große Galerie. Im neuen Trauzimmer konnte Verbandsbürgermeister Hans-Werner Breithausen außer den anwesenden Kunstschaffenden seiner Gemeinde auch Werner Wittlich als Vertreter des Landkreises Neuwied und Verbandsbürgermeister Werner Grüber aus Waldbreitbach bei der Vernissage am Freitag, 31. Oktober begrüßen. Insgesamt waren über 120 Besucher zu der Vernissage gekommen. Für das Trauzimmer erwarb Breithausen gleich ein Gemälde mit dem Titel „Endlich zusammen“, das optisch und thematisch wunderbar in diesen Raum passt. Es ist ein Werk der Gastkünstlerin Gudrun Vielmuth aus Neuwied. Gedanken, Gefühle, Lebenssituationen, Visionen und Erfahrungen bildnerisch und symbolisch darzustellen, ist das prägende Element ihrer Arbeiten. Die Bilder, die meist mit Acrylfarben gemalt sind, orientieren sich mit Farben, Flächen und Linien an der modernen figurativen abstrahierenden Kunst.

Acrylfarben sind auch die Passion der Kurtscheiderin Marita Nick, die Motive aus der Natur gekonnt auf Leinwände malt, seien es die „Dülmener Wildpferde“, ein intensiv rot leuchtender „Herbstwald“ oder ein „Wiesenstück“ mit im Wind wogenden Gräsern und Halmen. Ins Auge stechen Karina Kocherscheidts zweiteiliges Werk „Picasso und Pinsel“ sowie ihr Affen-Portrait oder verschiedene Kugeln auf Leinwand. Eine anrührende Geschichte haben die abstrakten Acrylbilder Anouchka Wollehs. Wolleh verarbeitet mit und in ihnen ihr Unfalltrauma nach einer folgenschweren Begegnung mit einem aggressiven Keiler. So kann man die stacheligen Borsten des Tiers an der Oberfläche eines Bildes deutlich spüren. Handschmeichlerisch und optisch sehr harmonisch sind dagegen Brigitte Riebolds Steinarbeiten. Aus transparentem Alabaster und Holz ist die Plastik „Der Grieche“ gearbeitet. Eine anmutige Alabaster-Blütenform trägt den Titel „Frühling“. Ästhetisch und kraftvoll wirkt die einbusige „Amazone“ aus leuchtend grünem und orange-braunem Speckstein. Ein Hingucker sind die großformatigen „Meerjungfrauen“ der Unterwasserfotografin Stefanie Ehl aus Oberhonnefeld-Gierend. Fotograf Rolf Weingarten dokumentiert in Fotobüchern zum Beispiel die Treffen des deutsch-französischen Freundeskreises Rengsdorf, Reisen in die Wüste und verschiedene Konzerte. Filigran und fein sind Fensterbilder und Weihnachtsschmuck, die Rolf Hermes mit Geduld und Akribie fertigt.

Viele Künstler, viele Werke

Ganz anders geht Bernd Hermann zu Werke, wenn er ohne vorherige Zielsetzung mit großem Schwung und Lust am Entstehungsprozess abstrakte Bilder komponiert, vorzugsweise in den Farben Weiß, Grau, Schwarz und Rot. Absicht und handwerkliches Können beweisen die Aquarelle „Buchen im Westerwald“ und „Wintersonne“ der Malerin Susanne Heinze. Fotorealistische Motive arbeitet die Harderter Zeichnerin Marianne Manns mit Bleistift und Buntstift aus. Auf dem Weg in den oberen Ausstellungsraum begleiten Acrylbilder von Anika und Sina Sawadsky und Skulpturen aus Treibholz und historischen Hölzern aus der Werkstatt Uwe Bilios alias „U B cool“ den Betrachter. Letzterer verarbeitet die Materialien auch zu Alltagsgegenständen. Ungewöhnliche Arbeiten gestaltet Karin Runkel: Kalligraphische Blätter, zum Teil mit Wortspielereien im Wäller Dialekt und Holzstempeldrucke auf Japanpapier füllen die Stellwand. Dahinter hat Erika Kuhlmey ihren Schmuck ausgebreitet. Sie fertigt Ketten, Armbänder und Ohrringe aus Achaten und Perlen verschiedenster Art. Warme Wolle häkelt Andrea Dillenberger zu Mützen, Buchstaben, Schmuck und Lampen. Wie Klöppelarbeiten sehen die von Kunststrickerin Sabine Wadewitz aus dünnem Garn erstellten Deckchen aus. Dana Dückmanns Liebe zu Pferden drückt sich in ihren Bildern aus. Gern mischt sie Zeichnung mit Malerei und Materialdruck. Mit Öl und Acryl auf Leinwand arbeitet Ute Jäckel. Der Malerei mit verschiedenen Malmitteln und Gründen haben sich auch Sandra Risse, Monika Tiggemann, Katja Schäfer und Mara Latus verschrieben.

Wie immer präsentierte Erika von Loh die „Ruanda Revue“, handwerkliche und künstlerische Arbeiten aus Ruanda, mit deren Verkauf das Land unterstützt wird.

Mit Gitarre und Gesang bereichert wurde die Eröffnung von Harald Blum und Michael Schmidt. Bei so viel künstlerischer Vielfalt konnte Bürgermeister Breithausen mit Recht stolz sein auf die Kunst „made in der VG Rengsdorf“.

WT

Der Rengsdorfer Fotograf Rolf Weingarten zeigte Fotografien und Fotobücher von Konzertveranstaltungen.

Der Rengsdorfer Fotograf Rolf Weingarten zeigte Fotografien und Fotobücher von Konzertveranstaltungen.

Schmuck von Erika Kuhlmey.

Schmuck von Erika Kuhlmey.

Bernd Hermann (2. v.l.) erläutert sein Bild Sabine Blasius, Hans-Werner Breithausen und Gudrun Vielmuth (v.l.). Fotos: WT

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