Politik | 01.07.2013

1.Kreisbeigeordneter Hallerbach traff Vertreter der Bürgerinitiative

Fließt der Thalhausener Dorfbrunnen bald wieder?

Burbachverunreinigung ist merklich zurückgegangen

Neuwied. Zu einem Informationsaustausch über den aktuellen Zustand des Burbachs bei Thalhausen und die hiermit verbundenen laufenden Sanierungsmaßnahmen trafen sich Vertreter der Bürgerinitiative Nothilfe Burbach, Vorstandssprecherin Jutta Döring, Schriftführerin Kerstin Mäurer, Friedhelm Kurz und Ortsbürgermeister Volker Lemgen und Vertreter der Kreisverwaltung Neuwied. Der 1. Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Achim Hallerbach teilte mit, dass die Verschmutzung der Burbachquelle im Mai weiter zurückgegangen ist; der Dauerregen und die daraus folgenden starken Abflüsse haben die Konzentration auf etwa 10 mg CSB/l verdünnt. Im Vergleich zu den zurückliegenden Monaten, in denen Werte bis zu 3.000 mg CSB/l gemessen worden sind, ist die Quelle also schon fast wieder unbelastet. Trotzdem bleibt die mobile Kläranlage weiter in Betrieb.

Hierzu erläuterte Rainer Jodes, der die Kläranlage und die Sanierungsmaßnahmen an der Burbachquelle seitens der Umweltabteilung der Kreisverwaltung koordiniert: „Wenn der Abfluss der Quelle wieder auf ein Normalmaß zurückgeht, kann die Konzentration der Verschmutzung auch wieder steigen. Außerdem wissen wir noch nicht, wie viel Sickersaft im Untergrund der Biogasanlage verblieben ist.“ Genau das wird zurzeit untersucht, indem zunächst die Bodenplatten der Fahrsilos durchbohrt und der Unterbau bis zum anstehenden Fels sondiert wird. Die Ergebnisse der Sondierungen liegen der Kreisverwaltung noch nicht vor.

Dorfbrunnen wieder aktiv

Eine weitere gute Nachricht konnte Hallerbach überbringen: „Aus dem Dorfbrunnen kann wohl bald wieder Wasser sprudeln. Die Kreisverwaltung prüft gerade die technischen Bedingungen für das Spülen der Leitung vom Quellsammelschacht zum Dorfbrunnen.“ Damit wäre ein Ziel der Bürgerinitiative erreicht. Auch zu einem weiteren Ziel, dem „Monitoring“ für den Burbach, ist der erste Schritt getan; ein Student der Universität Koblenz hat begonnen, Biologie und Struktur des Baches im Rahmen einer Masterarbeit zu untersuchen. „Hiervon versprechen wir uns umfangreiche Informationen über den Status sowie die künftigen Entwicklungschancen des Burbachs und seiner Quelle“, so Ina Heidelbach, Referatsleiterin in der Umweltabteilung der Kreisverwaltung.

Seit Oktober 2012 traten an der Burbachquelle in Thalhausen Silagesickersäfte aus, die zur Verunreinigung der darunter liegenden Gewässer führten. Als Ursache hierfür konnte inzwischen die oberhalb gelegene Bioenergieanlage identifiziert werden. Dort finden auf Druck der Behörden, aus der Bevölkerung und von Ortsbürgermeister Volker Lemgen ebenfalls Sanierungsmaßnahmen durch den Anlagenbetreiber statt. „Diese scheinen derzeit allerdings nicht mit dem notwendigen Nachdruck zu erfolgen“, so Achim Hallerbach „....und wir werden die für die Biogasanlage zuständige Behörde, die SGD Nord in Koblenz hier bitten, auf zeitnahe Einhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen zu drängen.“

Ganz allmählich scheint so etwas wie Normalität am Burbach einzukehren. Der Halter der Highlandrinder hat nach mikrobiologischen Untersuchungen entschieden, die Tiere wieder auf die Weiden am Unterlauf des Baches zu lassen. Gleiches gilt für die Beweidung durch Islandpferde.

Bis das Leben im Bach sich wieder so entwickelt hat, wie es vor der Verschmutzung war, werden aber nach Ansicht von Experten noch Jahre vergehen.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

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