Hotel zur Post Waldbreitbach
„Fummeln war früher, heute ist twittern“
Anka Zink war zum vierten Mal Gast im Waldbreitbacher Hotel „Zur Post“ und präsentierte ihr aktuelles Programm „Sexy ist was anderes“
Waldbreitbach. Dieses Mal war es schon eine seltsame Stimmung, die über dem Rittersaal schwebte. Ein absolut begeisterungsfähiges Publikum hieß Anka Zink seit 2000 zum nun vierten Mal im Traditionshaus willkommen und damit gehört sie längst zu den Stammgästen – eine Freude, die Hotelier Jürgen Grünwald bei der Moderation mitten im Gesicht zu stehen glaubte. Von der ersten bis zur letzten Sekunde war immer irgendein Zuschauer laut am lachen, Atempausen gab es kaum. Dabei waren viele sicherlich mit falschen Vorstellungen ins Hotel „Zur Post“ gekommen, denn es ging absolut nicht um Sex, wie der Name des Programms vielleicht vermuten ließ. Unter „Sexy ist was anderes“ versteht Anka Zink eher die Entwicklungen von zwischenmenschlichen Beziehungen „zum anfassen“ hin zur virtuellen Welt der Social Networks, und die immer weiteren Entwicklungen des technischen Fortschritts. Ihre Vorstellung war – wie auch die drei Auftritte zuvor – wieder restlos ausverkauft, dabei sahen viele Zuschauer sie bereits zum zweiten, dritten oder eben auch vierten Mal.
Probleme mit der Technik
Diesmal folgten sie der aus dem TV bestens bekannten Kabarettistin auf den Schilderungen ihres Lebensweges mit allen Problemen der modernen Technik. „Früher gab es noch Privat- und Intimsphäre, seit dem Internet ist alles vorbei, dabei füttern wir dieses ja freiwillig mit unseren Daten. Nichts ist mehr geheim und wer meint, dass er nichts zu sagen hat, hat ja vielleicht etwas zu verschweigen!?“ - Früher, ja früher …, da waren Vater und Mutter noch verheiratet und meistens sogar miteinander." Besonders angetan haben es ihr scheinbar Navigationsgeräte. Besonders für Männer eine gute Erfindung, die könnten nämlich nicht nach dem Weg fragen. „Das sieht man an Moses, der war 40 Jahre in der Wüste. Das waren vielleicht auch 20 Gebote, aber durch die ganze Rennerei hat er zehn verloren. Und Kolumbus hat sich erst verfahren um dann nachher damit anzugeben.“ Navigationsgeräte gibt es in verschiedenen Stimmen und auch auf Platt, beispielsweise kölsch: „Mädche he kannsteüwwerholle, dat ist nit de Zoch!“ Etwas anderes sind die Tatsachen, dass heute eigentlich alle Geräte piepsen oder an ihnen kleine Lämpchen brennen, wenn sie auf Stand-by stehen, man zwei Tage Jahresurlaub zur Auswahl eines Handytarifs braucht oder man kreischen muss, wenn die bestellten Zalando-Schuhe geliefert werden („das gilt bei denen als Quittung“). Das Gehirn wird zur biologischen Festplatte, auch wenn es darum geht sich Pins, Kenn- und Passwörter für die unterschiedlichsten Geräte zu merken. „Früher hieß das Passwort ´bitte´, damit wurden einem alle Türen geöffnet.“
Die Telefonsexsprecherin
Eine gute alte Bekannte bereicherte als Zugabe das Programm, Mascha wurde noch einmal in Erinnerung gerufen, die aus Polen stammende Telefonsexsprecherin, bei der die Kunden viel zu lachen bekamen. Sie musste ihren Job wechseln, weil die Anrufer keinen Spaß haben wollten sondern eigentlich andere Ziele verfolgten. Nun arbeitet auch sie als Navigationssprecherin – einfach noch mal ein besonderer Höhepunkt zum Abschluss eines rundum gelungenen Abends!
Der nächste Termin
Weiter geht es am 6. April mit Stefan Waghubinger und seinem Programm „Langsam wird´ ich ungemütlich“ – Karten und Infos unter Tel. (0 26 38) 92 60.
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