Zwölf Familien der Gutenberg-Schule Dierdorf reisten nach Polen
Gemeinsam reisen und viel erleben
41 Personen besuchten die Familien der Partnerschule in Krotoszyn
Dierdorf. Zwölf Familien der Gutenberg-Schule Dierdorf besuchten über das verlängerte Fronleichnamswochenende mit insgesamt 41 Personen im Alter von vier bis 66 Jahren die Familien der Partnerschule in Krotoszyn. Unvergessliche Tage sollten sie im Rahmen des Familienaustausches mit der Hendryk-Jordan-Schule in Krotoszyn erleben.
Für einen großen Teil von ihnen war es schon das zweite oder dritte Mal, dass sie ihre polnischen Freunde besuchten. Sie freuten sich auf ihre Gastgeber und konnten es kaum erwarten, das lang ersehnte Wiedersehen miteinander zu feiern. Andere wiederum sahen nach der Ankunft an der polnischen Schule am Mittwochabend sehr erwartungsvoll in die Runde, mit wem sie denn nun die kommenden Tage gemeinsam verbringen sollten.
Der herzliche Empfang konnte jedoch schnell alle Bedenken ausräumen. So ging es für den Abend und den darauf folgenden Fronleichnamstag zu den Familien nach Hause. Die gemeinsame Zeit wurde dort sehr unterschiedlich verbracht: Einige besuchten die Fronleichnamsprozession in Krotoszyn, kochten gemeinsam und spielten am Nachmittag mit den Kindern im Garten, andere machten Ausflüge in die nähere Umgebung. Am Freitag traf sich die Gruppe am Morgen in der Schule, wo die Kinder unter Aufsicht der deutschen und polnischen Lehrer sportliche Wettkämpfe bestritten. Die Erwachsenen waren ins Rathaus eingeladen, wo sie der Bürgermeister der Stadt Krotoszyn, Herr Franciszek Marszaßek, empfing. Er freute sich über den regen Zuspruch, den der Familienaustausch in beiden Schulen erfahre, und über diese Art des gelebten Europas von klein auf.
Kurzweiliges Programm erwartete die Reisenden
Anschließend standen Stadterkundung und Marktbesuch auf dem Programm, bevor man sich zum gemeinsamen Mittagessen wieder in der Schule traf. Am späten Nachmittag konnten alle wählen, ob sie ins Schwimmbad gehen oder aber sich mit Bowling die Zeit vertreiben wollten.
Für den Samstag hatten die Kollegen der Hendryk-Jordan-Schule ein besonderes Programm geplant. Es ging mit zwei Bussen und über 80 Personen in die Stadt Torun, die als Geburtsort von Kopernikus wie auch als polnische Lebkuchenstadt bekannt ist. Die ehemalige Hansestadt an der Weichsel vermittelte schon fast ein mediterranes Flair und zog die Besucher sofort in ihren Bann. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde gemeinsam Lebkuchen wie im Mittelalter gebacken und ein Planetarium besucht. Etwas Zeit blieb auch für einen kleinen Stadtbummel oder eine Ruhepause an der Weichsel. Am Sonntag schließlich stand dann das gemeinsame Abschiedsgrillfest auf dem Programm, bei dem die ersten Pläne für den Gegenbesuch im nächsten Jahr in Deutschland entstanden. Allen fiel der Abschied am kommenden Morgen schwer. In ihren Ansprachen vor der Schule bedankte sich die Schulleiterin der Gutenberg-Schule, Frau Andrea Theisen-Welsch und der Schulleiter der Hendryk-Jordan-Schule, Herr Spiczek Kurczawa, sowohl bei den gastgebenden wie auch bei den teilnehmenden Familien, dass sie sich auf dieses Abenteuer eingelassen hatten. Beide betonten, welchen Gewinn dieser Austausch für das gegenseitige Verständnis darstelle und wie positiv er beide Schulgemeinschaften auch über die eine Besuchswoche im Schuljahr hinaus präge - ein fester Bestandteil des Schullebens, den keine der beiden Schulen mehr missen möchte.
