Politik | 10.12.2013

VG-Rat Diedorf tagte

Haushalt 2014 stand auf der Tagesordnung

Dierdorf. In der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates Dierdorf stand unter anderem der Haushalt für das kommende Jahr auf der Tagesordnung. Hier gab es nichts Spektakuläres zu berichten. Es wird auch für das Jahr 2014 mit einem ordentlichen Überschuss von 592.000 Euro geplant. Die Verbandsgemeindeumlage bleibt mit 36,90 Prozent stabil. Ebenso werden die Preise der Werke für Wasser und Abwasser sich in 2014 nicht ändern.

Die für das kommende Jahr geplanten Investitionen steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 200.000 Euro an und liegen bei 1,2 Millionen Euro. Ein großer Posten sind Investitionen in die Feuerwehren der Verbandsgemeinde. Hier sind 237.000 Euro geplant. In das Grundschulgebäude in Großmaischeid werden 496.000 Euro im Rahmen der laufenden Generalsanierung fließen. Das Radwegenetz in der Verbandsgemeinde wird weiter ausgebaut. Hier sind zwei Lückenschlüsse zwischen Marienhausen und Marienrachdorf, sowie zwischen Großmaischeid und Giershofen vorgesehen. An Kosten sind 45.000 Euro veranschlagt. Ein gewichtiger Posten ist noch das Hallenbad mit 198.000 Euro und das Fernwärmenetz mit 85.000 Euro. Trotz dieser enormen Investitionen wird der Schuldenstand der Verbandsgemeinde bis zum Jahresende 2014 weiter sinken. Der Sollsaldo wird sich auf voraussichtlich 6.258.000 Euro belaufen. Der Rat konnte sich mit dem Zahlenwerk anfreunden und gab seine Zustimmung.

Einrichtung einer Tafel

Ein weiteres Thema war die Errichtung einer Tafel für die Verbandsgemeinde Dierdorf. Nach Meinung des Seniorenbeirates und der beiden Kirchen gibt es genügend Menschen, denen es nicht gut geht und die mit Lebensmittel versorgt werden müssten. Der Seniorenbeirat hat sich dem Thema bereits intensiv angenommen und sich umfassten in Puderbach über die dortige Tafel informiert. Auch hat der Beirat schon nach geeigneten Räumen Ausschau gehalten. Zuletzt war über das Thema Tafel in 2011 öffentlich diskutiert worden. Letztlich scheiterte die Einrichtung damals an Räumlichkeiten. Die Stadt Dierdorf wollte, dass die Verwaltung die entsprechenden Räume bereitstellt. Damals waren im Vorfeld bereits Gespräche mit Puderbach gelaufen und eine Kooperation schien machbar. Auch jetzt ist es für Verbandsbürgermeister Horst Rasbach klar: „Eine Tafel kann Dierdorf alleine nicht stemmen. Der logistische Aufwand ist einfach zu hoch.“ Für ihn steht eine Kooperation mit den Nachbarn außer Frage. Er sieht auch die Synergieeffekte zum Beispiel bei den Fahrzeugen. Die Idee für Dierdorf ist die Gründung eines Vereins, der die Tafel dann betreibt oder unterstützt. Horst Rasbach sieht auch die Kirchen mit im Boot, denn „ohne sie wird es nicht gehen“.

Der Rat sprach sich einmütig für einen Prüfungsauftrag an die Verwaltung aus. Jetzt müssen die Fakten zusammengetragen werden. Wenn alle Daten vorliegen, dann wird über eine Kooperation oder eine gemeinsame Tafel mit Puderbach entschieden. Zu einem eventuellen Ergebnis wollte sich Horst Rasbach nicht äußern.

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