Ratssitzung in Rengsdorf
Jährlichen Tätigkeitsbericht der Gleichstellungsbeauftragten
Der Beigeordnete Wilfried Rüdig tritt zurück seine Nachfolgerin ist Birgit Haas
Rengsdorf. Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Rengsdorf trugen in der jüngsten Verbandsgemeinderatssitzung ihren jährlichen Tätigkeitsbericht vor. Die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Neuwied haben sich im Hinblick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr der Kampagne „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ verschrieben. Trotz Frauenquoten und guten Vorsätzen sind Frauen nach wie vor in Gemeinderäten unterrepräsentiert. Eine Tatsache, die die Gleichstellungsbeauftragten gerne ändern möchten. „Viele kommunalpolitische Entscheidungen beeinflussen den Alltag von Frauen anders als den der Männer. Das Einkaufen für die Familie, der Fahrdienst für die Kinder oder für die älteren Familienangehörigen liegen meist in der Verantwortung von Frauen, und dies nicht selten neben dem eigentlichen Job. Da erhält man einen anderen Blick auf die Öffnungszeiten von Kindertagesstätten, Betreuungsangeboten in den Schulen, eine wohnortnahe ärztliche Versorgung, für Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten und vieles mehr“, sagte Monika Edling gegenüber den Rengsdorfer Rat. Für diese und noch viele weitere Bereiche werden in den Gemeinden die Weichen gestellt, wird Infrastruktur geschaffen. Deshalb ist es den Gleichstellungsbeauftragten ein großes Anliegen, dass bei den anstehenden Kommunalwahlen im Juni 2014 Frauen kandidieren und in die Räte gewählt werden. Auch im Rengsdorfer Rat gibt es noch großen Nachholbedarf. In einem Punkt gab es jedoch eine Bewegung in die richtige Richtung aus Sicht der Frauen.
Wilfried Rüdig tritt zurück
Der langjährige Beigeordnete Wilfried Rüdig hatte zum 13. März dieses Jahres seinen Rücktritt erklärt. Der Grund liegt einzig und allein im privaten Bereich. Alle Fraktionen bedauerten diesen Schritt, denn Wilfried Rüdig war über alle Parteigrenzen hinaus beliebt und geachtet. Dies wurde von allen Seiten betont. Bürgermeister Breithausen lobte Rüdig als „stets vorbildlichen und verlässlichen Kollegen mit fundierten Fachkenntnissen. Im Hinblick auf das gute und faire Miteinander im Verbandsgemeinderat hat Rüdig letztlich bereits im letzten Jahr die Entscheidung getroffen, als Hans-Werner Breithausen zum Bürgermeister gewählt wurde. Nicht, dass die beiden Oberradener sich nicht verstehen, das Gegenteil ist der Fall.
Der Grund liegt bei den Kindern der beiden Politiker, sie haben im letzten Jahr geheiratet. Dazu Wilfried Rüdig: „Wir sind ja jetzt Verwandtschaft und ich finde, da passt die enge politische Zusammenarbeit nicht in die Landschaft.“
Der Oppositionssprecher Harald Wollny meinte dazu, „unserer Fraktion hätte dies überhaupt nichts ausgemacht, aber wir respektieren diesen Schritt.“ Johannes Emmerich (SPD) schlug die Parteikollegin Brigit Haas als Nachfolgerin vor. Die CDU verzichtete auf einen eigenen Kandidaten, denn der Posten war ja bekanntlich von der SPD besetzt. In geheimer Wahl gab es für die Straßenhausener Bürgermeisterin 26 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme. Birgit Haas nahm die Wahl an und wurde direkt von Hans-Werner Breithausen vereidigt.
