Allgemeine Berichte | 27.08.2014

Jugendpflege und Forstamt Dierdorf veranstalteten Freizeit im Wald

Jugend erfährt viel über Forstwirtschaft

Passt, der Stuhl kann zusammengesteckt werden.

Kleinmaischeid. Die Jugendpflege der Verbandsgemeinde Dierdorf veranstaltete gemeinsam mit dem Forstamt Dierdorf für Kinder von sechs bis zwölf Jahren eine Freizeit im Wald. Im Laufe einer Woche erfuhren die 26 Mädchen und Jungen viel über den Wald und die Forstwirtschaft. Als Stützpunkt und Lager wurde die neue Grillhütte in Kleinmaischeid genutzt. Los ging es am vergangenen Montagmorgen mit Kennenlernspielen. Da die Freizeit den ganzen Tag über andauerte, galt es sich auch selbst zu verpflegen. Hierfür sind die Kinder unter Anleitung selbst zuständig. Also musste ein „Küchenplan“ erstellt werden. Wer ist wann mit welchen Arbeiten dran? So müssen die Kids das regionale Gemüse selbst vorbereiten, am offenen Feuer kochen, anschließend spülen, Geschirr wegräumen und so weiter. Jedes Kind war hier mit jeder Aufgabe mindestens einmal dran.

Am Montagnachmittag ging es bereits spannend los. Zwei Waldarbeiter fällten eine Fichte. Aus diesem Baum sollten Bohlenstühle hergestellt werden. Aus sicherer Entfernung beobachteten die Kinder den Fällvorgang. Am Dienstag wurde mit der Produktion der Stühle begonnen. Im Wald kam ein mobiles Sägewerk zum Einsatz, und Bernd Euteneuer war dabei für die groben Sägearbeiten verantwortlich.

Aus den fertigen Bohlen wurden dann unter Mitwirkung der Kinder die Bohlenstühle gefertigt. Die Kinder mussten selbst die Schnittstellen anzeichnen und durften beim Bohren und Sägen mit der Stichsäge mitwirken. Beim Schneiden mit der Kettensäge mussten sie die Bohle in sicherer Entfernung festhalten. Am Ende des Tages hatte jedes Kind seinen eigenen Bohlenstuhl. Am nächsten Tag hieß es dann den noch rohen Bohlenstuhl zu bearbeiten. Schleifpapier in den unterschiedlichen Körnungen stand bereit, um dem Stuhl eine glatte Oberfläche zu verleihen. Mit einem Brenngerät konnten die Stühle auf Wunsch weiter verziert werden. So stand zum Beispiel auf einem Stuhl „Mein Thron“, andere Stühle trugen am Ende den Namen des Besitzers oder ein selbst gewähltes Zeichen. Am Donnerstag lernten die Kinder dann unter Mitwirkung des NABU viel Wissenswertes über den Wolf. Mittags gab es einen Asterixtopf. Das war eine von den Kindern selbst gemachte Gemüsesuppe, die über dem offenen Feuer gegart wurde. Das Holz für das offene Feuer, sowie für den Kaminofen in der Hütte musste von den Kindern im Wald gesammelt werden.

Zum Abschluss gab es eine ganze Reihe von Waldspielen und mittags das Lieblingsessen aller Kinder: Pizza aus dem Ofenmobil. Die Firma Lück aus Großmaischeid, die öfter auf regionalen Märkten anzutreffen ist, hat einen mobilen Backes. Damit kam die Bäckerin Lück nach Kleinmaischeid in den Wald. Die Kinder erlebten eine tolle Woche im Kleinmaischeider Wald. Auch der Dauerregen in den ersten Tagen konnte die gute Stimmung nicht trüben. Einige wurden beim Spielen im vorbeifließenden Bach so nass, dass der Regen echt egal war. Ersatzkleidung und die Trockenmöglichkeit am Kachelofen ließen keine Probleme aufkommen. Die Leitung der Woche lag in den Händen der Jugendpflegerin Elke Thiemann und der Waldpädagogin Andrea Bauer, die von diversen Praktikanten unterstützt wurden.

Passt, der Stuhl kann zusammengesteckt werden.

Passt, der Stuhl kann zusammengesteckt werden.

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