Verleihung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz in Neuwied
Landrat Rainer Kaul ehrte ehrenamtlich engagierte Männer
Kreis Neuwied. Es ist mehr als nur eine Auszeichnung - die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz. Es ist eine Anerkennung für langjährigen ehrenamtlichen Einsatz im Dienste der Gemeinschaft, wie es in der von Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterschriebenen Urkunde heißt. Die Stiftung dazu erfolgte am 7. August 1974 durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Helmut Kohl. Mit der Auszeichnung der Ehrennadel werden würdige Bürger des Landes Rheinland-Pfalz geehrt, die sich durch eine mindestens zwölfjährige Tätigkeit in der kommunalen, sozialen, wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Selbstverwaltung, in Vereinigungen mit sozialen oder kulturellen Zwecken oder durch vergleichbare Tätigkeiten ausgezeichnet haben.
Die Bedeutung des Ehrenamtes unterstrich Landrat Rainer Kaul bei der Ehrung der vier Ausgezeichneten, wobei er mit Nachdruck auf das für die Gemeinschaft wichtige Ehrenamt verwies. Die Verleihung der Ehrennadel ist sichtbarer Ausdruck für den vielfältigen Einsatz der Geehrten für ihren Ort (und darüber hinaus), und dies ohne Eigennutz. Es geht stets um den geleisteten Dienst auf freiwilliger Basis für die Mitmenschen. Dies betonten neben Landrat Rainer Kaul, auch die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Asbach, Linz und Bad Hönningen: Lothar Röser, Heinz-Günter Fischer und Michael Mahlert. Dabei bezogen sich ihre anerkennenden Worte nicht nur auf den Geehrten aus ihrer Verbandsgemeinde, sondern ihre Worte richteten sich an alle vier Ausgezeichneten. Zu den Rednern/Gratulanten gehörten auch der Beigeordnete der Stadt Neuwied, Jürgen Moritz sowie der Beigeordnete der Ortsgemeinde Leubsdorf, Erich Honnef (in Vertretung des erkrankten Ortsbürgermeisters Achim Pohlen), der Rheinbrohler Ortsbürgermeister Dieter Labonde sowie der Windhagener Ortsbürgermeister Josef Rüddel, die in Begleitung von Freunden, Weggefährten und Familienmitgliedern der Geehrten an der Feierstunde in dem Neuwieder Kreishaus teilnahmen.
Vorstellung der Geehrten
Es würde den Rahmen sprengen, hier alle Funktionen und Ehrenämter der vier Ausgezeichneten aufzuzählen.
Manfred Lorscheid wurde 1942 in Neuwied geboren. Er ist verheiratet, hat eine Tochter und ist ein früherer Bundesbahn-Beamter. Seit 1975 ist er Mitglied der „St. Sebastianus Schützenbruderschaft Leubsdorf“. Er war u.a. Schützenkönig (1987) und bis heute ist er auf verschiedenen Ebenen in der „ersten Reihe“ für seinen Verein tätig. Manfred Lorscheid war und ist eine tragende Säule der „St. Sebastianus Schützenbruderschaft“. Er war u.a. Initiator und Verantwortlicher für verschiedene Großveranstaltungen innerhalb der Schützenbruderschaft wie beispielsweise: Kreispokalschießen, Diözesankönigsfeste, Europakönigsfest der Europäischen Gemeinschaft der Schützen, etc.. Ebenso ist Manfred Lorscheid Mitglied im Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Leubsdorf sowie im MGV „Liederkranz 1896 Leubsdorf“. Außerdem engagiert er sich in leitenden Funktionen in der Eisenbahngewerkschaft des OV Neuwied sowie bei der Stiftung „Bahn-Sozialwerk“ (Region West, Ortsstelle Neuwied).
Michael Möhlenhof aus Windhagen: geboren 1958 in Schöningen, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Beruflich ist er als Projektleiter bei der „T-Mobile“ in Bonn tätig. Kommunalpolitisch tätig ist er (in der SPD seit 1987), u.a. als Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion Windhagen sowie seit 2006 Mitglied im Vorstand des SPD-Kreisverbandes Neuwied. Er ist Mitglied im Förderverein des Musikvereins „Harmonie Windhagen“, der KG „Wenter Klaarbröder“ sowie im Heimat- und Verschönerungsverein Windhagen. Zudem ist er in leitender Funktion bei der „Bürgervertretung Windhagen“ sowie beim Kulturteam Windhagen stets engagiert im Einsatz. Das Kulturteam Windhagen ist ein Zusammenschluss von an Kultur interessierten ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern aus Windhagen und dem Asbacher Land. Im Mittelpunkt stehen ein bunter Strauß von kulturellen Aktivitäten im dörflichen Bereich.
Horst Pinsdorf wurde 1942 in Brühl/Köln geboren. Er wohnt in Neuwied, verheiratet und hat drei Töchter. Er ist Rentner; früher war er Geschäftsfeldleiter der Elektrotechnik bei den Stadtwerken Neuwied GmbH. Er war Vorsitzender des „Heimat- und Verschönerungsvereins Oberbieber e.V.“ (von 1985 - 1992 und von 2002 - 2013) und ist dort erneut Beisitzer seit 2012. Der HVO Oberbieber ist der Bürgerverein in Oberbieber. Zweck des Vereines ist zum einen die Förderung der Heimatpflege, der Heimatkunde, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, zum anderen die Gesundheitsfürsorge der Bevölkerung sowie die Pflege und Förderung des Schwimmsports. Die Leistungsbereitschaft von Horst Pinsdorf bezüglich des Schwimmbades ging weit über das normale Maß hinaus. Dass der Badebetrieb bis heute aufrecht erhalten bleiben konnte, ist sein Verdienst.
Jürgen Saebisch aus Rheinbrohl wurde 1942 in Oppeln geboren, er hat eine Tochter und lebt seit Jahren mit einer neuen Lebenspartnerin zusammen. Von Beruf ist Jürgen Saebisch Maschinenbau-Ingenieur. Horst Saebisch ist Mitglied des Fördervereins „Freunde des Limes“ und war einige Jahre Präsident der Stammtischrunde „Die Sandmännchen“. Er spendete bisher 113 Mal Blut, er ist leidenschaftlicher Koch und der Naturliebhaber geht sehr gerne mit seinem Hund in der Region spazieren. Jürgen Saebisch ist zudem SPD-Ratsmitglied im Rheinbrohler Ortsgemeinderat. Viele weitere Engagements kommen für den umtriebigen Rheinbrohler hinzu. Von besonderer Bedeutung dabei sein großes Engagement beim „Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Rheinbrohl e.V.“ Dort ist er ist seit 30 Jahren bis heute Mitglied und war von 2001 - 2007 der 1. Vorsitzender des „HVV“ sowie seit 2007 deren Ehrenvorsitzender. Und wie es Landrat Rainer Kaul in seiner Laudatio u.a. betonte: „Durch seine anpackende und offene Art konnte Jürgen Saebisch einen neuen Vorstand zusammenstellen und mit dessen Hilfe in kürzester Zeit erhebliche Erfolge erzielen. Die Mitgliederzahl für den HVV wurde innerhalb eines Jahres verdoppelt. Die Auszeichnung der Gemeinde durch den Landkreis im Jahre 2006 im Rahmen des Projektes „Unser Dorf hat Zukunft“ war zu großen Anteilen seiner Arbeit zu verdanken“. STUHA
Landrat Rainer Kaul unterstrich bei der Verleihung nochmals die Bedeutung des Ehrenamtes.
