EHC Neuwied ist am Freitag im Oberliga-West-Pokal Außenseiter beim Tabellenzweiten
Mit kleinem Kader nach Grefrath und gegen Köln
Sonntag kommen die Kölner Haie
Beim Tabellenzweiten überraschen, gegen das Tabellenschlusslicht nicht stolpern - der EHC Neuwied hat einen klaren Plan für das anstehende Wochenende im Oberliga-West-Pokal. Wohlwissend, dass man am Freitagabend beim Oberligisten Grefrather EG (Spielbeginn 20 Uhr) nur Außenseiter ist. Und das am Sonntagabend gegen die 1b der Kölner Haie (19 Uhr) die Erwartungen hoch sind und drei Punkte in der Bärenhöhle bleiben sollen. Doch die angespannte Personalsituation macht es nicht einfach.
Neuwied. Knapp 1000 Fans, dazu ein packendes Duell mit einer unglücklichen Niederlage nach Penaltyschießen - das Hinspiel gegen Grefrath in der Bärenhöhle ist allen noch bestens in Erinnerung. Die Neuwieder hatten als amtierender Regionalligameister dem höherklassigen Oberligisten einen tollen Kampf geboten und sich am Ende mit einem Punkt belohnt. Dies in Grefrath zu wiederholen dürfte jedoch schwer werden. „In Grefrath zu spielen ist super unangenehm“, sagt EHC-Trainer Arno Lörsch. „Allerdings steht Grefrath ein bisschen mit dem Rücken zur Wand. Die letzten Ergebnisse waren nicht gerade überragend. Wir sind allerdings von Verletzungen, Erkrankungen und Sperren befallen. Wir werden nicht unseren besten Kader stellen können, uns aber dennoch so teuer wie möglich verkaufen. Vor allem aber werden wir versuchen es deutlich besser zu machen als bei der klaren Niederlage in Ratingen.“ Grefrath ist aktuell Tabellenzweiter hinter dem souveränen Spitzenreiter Moskitos Essen, die Neuwieder rangieren mit sieben Punkten Rückstand auf die GEG, aber auch vier Spielen weniger auf Rang fünf.
Der Gegner am Sonntagabend in Neuwied ist dagegen aktuell Schlusslicht in der Pokalrunde, die 1b der Kölner Haie hat nur einen Punkt auf dem Konto, aber dennoch gute Spiele und teilweise knappe Ergebnisse abgeliefert. „Manche Spielausgänge lassen aufhorchen, wie etwa der Punktgewinn in Grefrath“, sagt Lörsch. „Das wird ein anstrengendes Spiel und wir dürfen uns auch nicht durch unsere beiden Siege gegen Köln in der Hauptrunde der Regionalliga blenden lassen. Wir müssen uns bestmöglich auf den Gegner vorbereiten und unsere Ausfälle ideal kompensieren.“
Ungeklärt war bis Mittwochabend, wie lange Andrew Love nach seiner Matchstrafe in Ratingen gesperrt sein wird. Ein Video der Partie hatte den Kanadier deutlich entlastet. „Dieses Video haben wir auch beim Verband eingereicht, weil es zeigt, dass Andrew nichts tut, was dieses Strafmaß rechtfertigt“, sagt der EHC-Trainer.
Vorzeitig beendet haben die Bären hingegen die Aktion „Macht die Bärenhöhle voll - reloaded“ für das Heimspiel am 9. Februar gegen Ratingen. Die bisherigen Anmeldungen von Gruppen, Vereinen und Firmen übersteigen bereits jetzt um ein Vielfaches die Resonanz aus den Vorjahren. Von diesem riesigen Zuspruch zeigt sich auch das Team beeindruckt: „Die Mannschaft genießt das in vollen Zügen“, sagt Lörsch. „Die Jungs saugen auch die Stimmung bei den Heimspielen geradezu auf. Fantastisch, was hier derzeit rund um die Bären los ist. Aber die Spieler haben sich diese Resonanz auch mit starken Leistungen verdient.“ Der EHC weist darauf hin, dass es natürlich noch Tickets gibt für das Heimspiel gegen Ratingen, empfiehlt aber dringend, sich diese im Vorverkauf zu sichern. Bereits beim Spiel gegen Köln können Eintrittskarten für die Partie eine Woche später gegen die Ice Aliens erworben werden.
