Urbach wurde Sieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
Nur Kleinigkeiten machten den Unterschied aus
Die Teilnahme am Wettbewerb ist für alle Gemeinden ein Gewinn
Kreis Neuwied. Insgesamt sechs Ortsgemeinden bzw. Ortsteile haben beim Kreisentscheid im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2015 teilgenommen. Nun fand die Siegerehrung im Dorfgemeinschaftshaus in Niederhofen statt. Landrat Rainer Kaul begrüßte im voll besetzten Saal die Ortsbürgermeister/-innen aus Urbach, Niederraden, Rott, Roßbach, Kurtscheid und Niederhofen sowie viele weitere interessierte Gäste und Ehrengäste. „Sie sind alle Sieger, denn der Wettbewerb birgt die Chance, wichtige Impulse mitzunehmen und sich weiterzuentwickeln“, stellte Landrat Kaul im voll besetzten Saal klar. Der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach als zuständiger Dezernent bei der Kreisverwaltung Neuwied skizzierte den Ablauf des Wettbewerbs und berichtete zu jeder Teilnehmergemeinde. Er betonte, dass alle Gemeinden sehr eng beieinander lagen und nur Kleinigkeiten den Unterschied ausmachten. Denn die vierköpfige Jury, bestehend aus Martina Jungbluth, Margit Rödder-Rasbach, Achim Braasch und Kurt Milad, die im Mai in den teilnehmenden Gemeinden unterwegs war, hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Letztendlich kürte sie die Westerwaldgemeinde Urbach zum Kreissieger. So beeindruckte Urbach im besonderen Maße mit zahlreichen und vielschichtigen Bemühungen rund um die Innenentwicklung des Dorfes. Das Zusammenspiel der Generationen und die Pflege der Dorftradition nehmen einen wichtigen Stellenwert in Urbach ein. Das Erscheinungsbild des Ensembles Kirche, Pfarrhaus und Haus am Hochgericht, die vorbildliche Umnutzung der älteren Bausubstanz im Innerort, der Dorfweiher als grüne Lunge für den Ort und die zahlreichen Aktivitäten im Bereich Durchgrünung des Ortes und des Außenbereiches, konnten die Jury ebenfalls überzeugen. Auf Platz zwei landete der Oberradener Ortsteil Niederraden.
Die konsequente Umsetzung der Ideen aus der Dorfmoderation durch die Dorfgemeinschaft überzeugte die Jury. Aber auch die vorbildlichen Bemühungen zum Erhalt des dörflichen Charakters durch eine ansprechende Gestaltung der älteren Gebäude sowie der öffentlichen Flächen, die Bemühungen rund um den Naturschutz und die Einbeziehung von Jung und Alt in das dörfliche Leben ließen Niederraden punkten. Im Rahmen der Siegesfeier konnte sich die Ortsgemeinde Kurtscheid über den Sonderpreis des Landkreises für vorbildliche Naturschutzaktivitäten freuen. Sie punktete mit dem Beweidungskonzept der Feuchtbachtäler, der Pflege der Orchideenwiese und der Wollgrasbestände, die einmalig im Landkreis Neuwied sind. Beeindruckt hat auch die Blühwiese am Eingang des Gewerbegebietes. Besonders angetan zeigte sich die Jury von einem Zukunftsprojekt: Der Wasserturm am Ortsrand. „Hier besteht die Möglichkeit, Technik und Tourismus erlebbar zu machen“, betonte Hallerbach.
Anerkennung für eine gemeinschaftliche Arbeit
Nach der Vorstellung der Teilnehmergemeinden und den bleibenden Eindrücken auf die Jury durch Achim Hallerbach freuten sich die Gemeinden nun über die Anerkennung für ihre Arbeit. Und für den Kreissieger gab es dann noch vom Direktor der Sparkasse Neuwied, Dr. Hermann-Josef Richard, ein Sparschwein mit 500 Euro Inhalt.
