Kläranlage der Stadt Dierdorf:
Photovoltaikanlage eingeweiht
Dierdorf-Wienau. Auf dem Gebäude der Kläranlage der Stadt Dierdorf in Wienau gibt es bereits seit 2009 eine Photovoltaikanlage. Der dort produzierte Strom wird verkauft. Dort wo einst das jetzt nicht mehr benötigte Nachklärbecken stand wurde eine weitere Photovoltaikanlage errichtet. Sie leistet 50 Kilowatt Peak. Die Investitionskosten betrugen insgesamt rund 120.000 Euro. Legt man die Strompreissteigerungen der vergangenen Jahre zugrunde, würde sich die Anlage bereits in zehn bis zwölf Jahren amortisiert haben. Die Lebensdauer der Anlage liegt laut Hersteller bei 25 bis 30 Jahren.
In Betrieb ist die Anlage seit dem 6. Juni, offiziell wurde sie in einer kleinen Feierstunde am 17. Juli eingeweiht. Verbandsbürgermeister Horst Rasbach berichtet, dass die ersten Wochen voll im Plan der erstellten Berechnungen liegen. Die Anlage ist so ausgelegt, dass sie in der besten Produktionszeit die komplette Stromversorgung der Kläranlage Wienau übernehmen kann. Sie hat in den ersten vier Wochen bereits 1.656 Euro Stromeinsparung erbracht. „Ich halte die Anlage für ökologisch sinnvoll, sie bringt gleichzeitig eine Einsparung bei den Kosten und rechnet sich auf Dauer“, betonte Horst Rasbach. Ein Verkauf des Stromes aus dieser Anlage ist nicht vorgesehen, da die Einspeisevergütung mittlerweile so gering ist, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnt, die Anlage größer zu bauen und überschüssigen Strom zu verkaufen.
Kritik übte Rasbach an der Diskussion und Unentschlossenheit um die EEG-Umlage: „Es gibt aus meiner Sicht keine Verlässlichkeit für den Kunden.
Diese Diskussion ist nicht zielführend. Bisher gibt es bekanntlich kein abschließendes Gesetz.“ Der in Dierdorf anfallende Klärschlamm wird im Rahmen der Kooperation mit der Verbandsgemeinde Selters dorthin gebracht. In Selters wird daraus Strom und Gas erzeugt.
Blick auf die neue Photovoltaikanlage in der Kläranlage Dierdorf-Wienau.
