Politik | 26.01.2015

„Bündnis 90/Die Grünen“ Kreis Neuwied

„Plastic Planet“

Elisabeth Bröskamp lud zur beeindruckenden Filmvorführung „Plastic Planet“ einClean-River-Projekt-Vorstellung durch Stefan Horch

Die Teilnehmer der Filmvorführung wurden mehr als nachdenklich, als sie diesen ungewöhnlichen Film sahen.Privat

Kreis Neuwied. Es war mehr als ein beeindruckender Filmabend im „Alten Stadtweingut“ in Bad Hönningen. Eine 90-minütige aufwendige sehr gut weltweit recherchierte Filmproduktion über die diversen Problematiken der immensen Plastikprodukte, die heute unser Leben in den vielschichtigsten Bereichen umgeben. Eingeladen hatte die Landtagsabgeordnete Elisabeth Bröskamp (Bündnis 90/Die Grünen). Vor der Filmvorführung referierte der Umweltexperte und Flusspaddler aus Leidenschaft, Stephan Horch, etwa 20 Minuten mit eindrucksvollen Fotos über die Plastik-Verschandelung auf unseren Flüssen. Das Thema: „Paddeln und Fotokunst für saubere Flüsse“. Sein Projekt: „Clean River“. Das Projekt (www.cleanriverproject.de) wurde vor Jahren von Installationskünstler und Foto-Designer Stephan Horch ins Leben gerufen. Mittels Fotokunst will er mit Nachdruck auf den zunehmenden Plastikmüll in unseren Flüssen aufmerksam machen. Wann immer Stephan Horch mit seinem Kajak unterwegs ist, sammelt er den an ihm vorbeischwimmenden Müll ein. Bevor er ihn jedoch an Land ordnungsgemäß entsorgt, werden die Fundstücke visuell in Szene gesetzt und fotografiert.

Es waren beeindruckende und sehr nachdenklich stimmende Fotos, die auf die große Plastikmüllansammlung allein in Flüssen (u.a. Rhein und Mosel) hinwiesen. Verstärkt wurden diese Foto-Impressionen durch den anschließenden 90-minütigen Film „Plastic Planet“. Es waren weltweit gedrehte Filmaufnahmen zur Gesamtproblematik von unterschiedlichen Plastikproduktionsstätten und Müllhalden, von China, Japan, Indien, europäischen Staaten bis hin zu den USA. Dabei eingebettet mit vielen Interviews, u.a. mit Betroffenen, Produktionsexperten und Wissenschaftlern. Dem Bürger ist oft gar nicht bewusst, mit welcher Vielfalt von Plastikprodukten er heute - allein in seinem Haushalt - umgeben ist.

Die Fragen stellen sich hierbei, wie läuft eigentlich die Produktion diverser Plastikprodukte ab, warum muss es unbedingt Plastik sein (der zudem nachweislich gesundheitsschädlich ist!!!) und was passiert bei der Entsorgung der vielen Plastikprodukte? Die Teilnehmer der kostenlosen Filmvorführung wurden mehr als nachdenklich, als sie diesen ungewöhnlichen Film sahen. Es wurden viele Aspekte aufgezeigt, auch mit den vielfältigen Experten-Interviewaussagen, über die man sich als „Normalbürger/Konsument“ kaum oder keine Gedanken macht. Es war eine sehr spannende Filmreportage, die unsere Welt, eingeschlossen der Weltmeere, wahrlich als „Plastik-Planeten“ darstellt.

Dazu zählen bestimmt nicht nur Plastiktüten, sondern der normale Haushalt/Wohnung, besteht fast zur Hälfte aus Plastikprodukten (und deren Derivaten), von Kleidung über Gardinen bis hin zu verwendeten Schüsseln, etc.. Nach dem Film schloss sich eine rege Diskussion an, geleitet von Elisabeth Bröskamp, u.a. mit Erfahrungen und sehr kritischen Anmerkungen der Anwesenden, die auf die Vielfalt der „Plastik-Lawine“ hinwiesen. Wenn zudem die Wirtschaft, u.a. mit weltweit agierenden Konzernen, weiterhin auf Plastik setzt und dies vom Konsumenten letztlich akzeptiert wird, dürfte unser Planet in absehbarer Zeit quasi im Plastikmüll ersticken. Ein Schreckensszenarium, das sich hier eröffnet. Die Politik müsste eigentlich ab sofort weltweit reagieren, um den ungeheuren Plastik-Müllbergen Einhalt zu gebieten. Ob es dazu kommt, bleibt ungewiss.

Man kann nur hoffen, dass die Einsicht gemeinsamen Handelns auch von den Weltbürgern baldmöglichst kommt. „Ich halte es für ganz besonders wichtig diesen Film in der Schule schon zu zeigen, so können Schülerinnen und Schüler schon früh sensibilisiert werden. Er bietet sich hervorragend für den Unterricht an“, so Elisabeth Bröskamp abschließend.

Pressemitteilung von Elisabeth Bröskamp (MdL),

„Bündnis 90/Die Grünen

Die Teilnehmer der Filmvorführung wurden mehr als nachdenklich, als sie diesen ungewöhnlichen Film sahen.Foto: Privat

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