FDP wählte 49 Kreistagskandidaten
Spitzenkandidat ist der Fraktionsvorsitzende Ulrich Schreiber
Bezirkschef Herbert Mertin kritisierte Landesregierung
Neuwied. 49 Kandidaten für die Kreistagsliste wählten FDP-Mitglieder beim Kreisparteitag in der Neuwieder Gaststätte „Amadeus“ im Bootshaus an der Rheinstraße.
Kreisvorsitzender Eckhard Pusch meinte: „Wir haben jetzt nicht gerade Rückenwind. Aber Wahlergebnisse sind Schnee von gestern. Vor Ort gibt es jedoch eine positive Arbeitsbilanz.“ Für die Kreistagswahl gelte es, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, auch mit vielen Kandidatinnen. „Bei Sachthemen werden wir überzeugende Argumente einbringen. So hat der FDP-Stadtverband Neuwied ein Statement zu dem Neuwied-Logo abgegeben“, sagte der Kreisvorsitzende. Sein Stellvertreter Alexander Buda erklärte den 21 stimmberechtigten Mitgliedern, welch akribische Arbeit in dieser Kandidatenliste steckt. Außerdem können die Bürger durch Kummulieren und Panaschieren die kompletten Platzierungen durcheinander werfen. „Wir wollten eine gerechte und paritätisch orientierte Liste, also die Gleichberechtigung zwischen den Verbänden und Geschlechtern, aber auch, dass Wähler sich in der Region wiederfinden“, erläuterte Buda. Ferner sei die Liste mit Stadt- und Amtsverbandsvorsitzenden abgesprochen. So wurde für die Platzierung nicht nur die Kreistagswahl im Jahr 2009 analysiert, sondern auch der Stärke der Verbände berücksichtigt, wobei Rengsdorf an der Spitze liegt. Kein Wunder, dass nach so viel Arbeit die Kandidatenliste ohne Änderungen angenommen wurde. Für die Plätze bis fünf stimmte man einzeln ab, nachdem sich die anwesenden Kandidaten vorgestellt hatten.
FDP-Bezirksvorsitzender Herbert Mertin betonte, dass, obwohl die FDP nach der Bundestagswahl nicht mehr im Bundestag vertreten ist, die Mitgliederzahlen nahezu konstant geblieben sind. Er kritisierte die Rente mit 63, die der jungen Generation einen Riesenbetrag von Verpflichtungen aufbürde. Bei Finanzausgleich und Schlüsselzuweisungen kritisierte Mertin die rheinland-pfälzische Landesregierung, da sie die Kommunen mit viel zu wenig Geld ausstatte, obwohl sie dies vom Bund dafür bekäme. Ferner würden den Kommunen immer mehr Verpflichtungen und Kosten aufgebürdet. „Dafür soll das Land Geld bereitstellen“, forderte Mertin. Als Spitzenkandidat wurde der derzeitige Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Ulrich Schreiber gewählt. Hier die Ergebnisse unter der Wahl- und Sitzungsleitung von Jochen Koop: Ulrich Schreiber, 18 Ja, 3 Nein), 2 Dr. Hermann-Josef Sich (19, 2), Dr. Harald Engel (19, 2), Eckard Pusch (19, 1, 1 Enthaltung), 5 Dr. Karin Kübler (14, 4, 2). Auf den weiteren Listenplätzen folgten: 6 Christa Ewenz, 7 Tobias Kador, 8 Alfons Kessler, 9 Jochen Koop, 10 Bernd Altmann, 11 Thomas Napp, 12 Alexander Buda, 13 Dietrich Rühle, 14 Susanna Henn, 15 Wolfgang Ginter, 16 Dominik Ehrenstein, 17 Johann Walgenbach, 18 Hans-Werner Neizert, 19 Dirk Briesemann, 20 Heike Riznar, 21 Ingrid Runkel, 22 Otfried Ehlscheid, 23 Karin Bothe, 24 Andreas Mönig, 25 Eva Pufpaff, 26 Hans-Peter Forneberg, 27 Alfons Ewens, 28 Inge Horn, 29 Sven Störmer, 30 Klaus Groth, 31 Marlis Vögele, 32 Silke Kenter, 33 Heidelinde Jahn, 34 Michael Acker, 35 Petra Hornschild, 36 Stefan Kaballo, 37 Arno Freund, 38 Stefan Puderbach, 39 Samir El-Assal, 40 Gundel Geutebrück, 41 Waldemar Bonzda, 42 Falk Henrici, 43 Ingeburg Buda, 44 Wilfried Kräften, 45 Dorothea Ewens, 46 Helge Koch, 47 Andreas Velten, 48 Rudi Rathfelder, 49 Alexander Oldenburg.
