Festival des Luftsports über Wienau
Tollkühne Kisten und Süßigkeitenregen
Flugschau des Luftsportvereins Neuwied am 7./8. September
Dierdorf. Am Wochenende 7./8. September geht es auf dem Flugplatz Dierdorf-Weinau hoch her. Beim Luftsportverein Neuwied sind dann zwei Tage Flugschau angesagt. Einmal den Westerwald von oben betrachten und Einblick in den Luftsport gewinnen, das macht der LSV Neuwied an beiden Tagen möglich.
Der Genuss der Vogelperspektive wird aus ganz unterschiedlichen Luftfahrtgeräten möglich. Aus Motorflugzeugen, Hubschraubern, Tragschraubern und Segelflugzeugen. Für alles gibt es Mitflugmöglichkeiten. Wer nicht gleich selbst mitmachen will, um den Reiz nachzuspüren, sich frei in der dritten Dimension bewegen zu können, kann das alles am Boden als Zuschauer miterleben. In der Flugschau werden die unterschiedlichen Luftsportarten vorgeführt: Motorkunstflug mit dem quirligen roten Doppeldecker Pitts, der stille Kunstflug mit Segelflugzeugen, Verbandsflug mit der Seagull Formation aus den Niederlanden, die dafür die einmotorigen Focke Wulff Piaggio P149D nutzen. Modellflieger zeigen, was alles mit ihren Miniaturmodellen möglich ist. Paraglider führen vor, wie sie mit Rucksackmotor in die Luft kommen. Fallschirmspringer landen ein. Oldtimer lassen die Zeit der „fliegenden Kisten“ aufleben.
Die Amateurflugzeugbauer im LSV Neuwied erklären ihre in der Garage entstandenen Schmuckstücke. Und der in Wienau stationierte rote Doppeldecker wird für die Kinder den „Bonbon-Bomber“ spielen.
Bei einer Flugplatz-Rally können Kinder und Jugendliche wertvolle Preise gewinnen. Die Flugschule des Luftsportvereins Neuwied mit ihren mehr als zehn Fluglehrern gibt Einblick ins Ausbildungsprogramm.
Damit in Wienau der Luftsport, das Fliegen auch mit kleinem Einsatz möglich ist, sind an jedem Wochenende die Fluglehrer des LSV Neuwied ehrenamtlich im Einsatz. So kann auch schon ein 14-Jähriger mit seinem Taschengeld-Budget mitmachen.
Rund 50 Starts mit Lehrer sind notwendig, dann kann man schon allein in die Luft. Wie der Weg zum Luftfahrerschein für Segelflieger und auch zum Motorflieger aussieht, dafür stehen die rund 100 Mitglieder des LSV Neuwied am Tag der Offenen Tür Rede und Antwort.
Flugprogramm
Die holländische Kunstflugstaffel „Seagall Formation“ zeigt mit drei einmotorigen Focke Wulf Piaggio P149D Kunstflug in Vollendung.
Hubschrauberfliegen präsentiert Jens Graubner. Zu dem Berufspiloten kann man auch für einen Mitflug einsteigen.
Die Sportspringer aus dem Westerwald färben den Himmel über Dierdorf mit ihren Fallschirmen bunt ein. Ihr Absetzflugzeug, eine Soloy Cessna 206, kann auch rückwärts rollen.
Robert Krause zeigt mit seinem Tragschrauber, was alles mit diesem „Fast-Hubschrauber“ möglich ist. Der Pilot nimmt auch Gäste mit.
Luftmalen mit dem Kunstflugzeug: Thomas Hofmann zeichnet mit dem Doppeldecker Pitts S2B Akrobatikfiguren an den Himmel.
Das alles geht mit Flugzeugen, die im Eigenbau entstanden sind: Jürgen und Stefan Drumm heizen mit Van’s RV6A über den Flugplatz.
Die Kinderattraktion: Manfred Matthieß wirft aus seinem roten Doppeldecker „Renegade“ Hunderte von Minifallschirmen mit Süßigkeiten über dem Flugplatz ab.
Himmelsballett vom Feinsten fliegen Ralf und Nico Niebergall vor. Vater Ralf mit der manntragenden SIAI Marchetti, parallel dazu Sohn Nico mit seinem maßstabsgetreuen Modell.
Segelkunstflug par exellence: Gerhard Bender mit seiner Lo 100.
An heroische alte Tage der Luftfahrt erinnert Reiner Seeböck mit seiner bulligen Jak 52
Ganz beschaulich und farbenfroh: der Start von motorisierten Gleitschirmen.
Auch mit Trainingsflugzeugen kann man turnen: Akrobatik mit dem Doppelsitzer ASK 21.
Was alles mit Motor-angetriebenen Flugmodellen machbar ist, demonstrieren die Modellflieger.
So schön kann Kunstflug sein. Der Blasinstrumentenbauer Romeo Adaci turnt mit seiner Zlin Trener über Dierdorf.
Mit ihren Leistungssegelflugzeugen demonstrieren Piloten des LSV Neuwied die Dynamik des Segelflugs.
Der LSV Neuwied präsentiert seine Motorflugzeug- und Motorseglerflotte im Verbandsflug.
