Die NABU Gruppen im Kreis Neuwied informieren
Unterstützung für den Steinkauz
Neue Arbeitsgruppe setzt sich für den Eulenvogel und die Suche nach geeigneten Brutplätzen ein
Anhausen. Auf Initiative des NABU im Kreis Neuwied hat sich Anfang des Jahres 2014 eine Arbeitsgruppe gegründet, die den Steinkauz in bestimmten Gebieten im Kreis Neuwied und im Kreis Mayen-Koblenz unterstützen will.
Bei einem ersten Treffen im Planungsbüro Dr. Kübler in Rengsdorf informierte der Biotopbetreuer für den Kreis Neuwied die Teilnehmer unter anderem über die Biologie, die Lebensraumansprüche und den effektiven Schutz des Steinkauzes.
Die größte Gefahr für den Steinkauz stellt heute der Lebensraumschwund dar, der auch vielen anderen Arten zu schaffen macht. So brach in den 1980er-Jahren die Population im Neuwieder Becken vollkommen ein. Aber nicht nur hier hat es der kleine Vogel in den letzten Jahren schwer, deutschlandweit gilt er laut Roter Liste als stark gefährdet. Zu den Ursachen für den Verlust von geeignetem Lebensraum gehört die Rodung von Streuobstwiesen und Altbäumen zugunsten einer intensiveren Landbewirtschaftung oder Bauvorhaben, die Entfernung von Kopfweiden im Zuge von Bachbegradigungen bzw. die nicht mehr vorhandene Nutzung dieser Bäume, die Sanierung und Modernisierung alter Gemäuer und nicht zuletzt der Verlust oder Rückgang extensiv genutzter Mähwiesen und Viehweiden. Projektleiterin Isabelle Thomé zum weiteren Vorgehen der Arbeitsgruppe: „Als nächster Schritt werden wir verschiedene Suchräume auf für den Steinkauz geeignete Habitate überprüfen. Nach Absprache mit den Eigentümern der betroffenen Flächen sollen dort Steinkauzröhren angebracht werden.“ Da der Vogel schon im Herbst den Brutplatz für das Folgejahr aussucht, müssen die Röhren im Sommer in den Bäumen montiert werden. „Wir hoffen so, den Steinkauz bei seiner Ausbreitung aus der Ahr-Region auf beiden Rheinseiten fördern zu können.“
Schon bei den alten Griechen galt der Steinkauz als Vogel der Weisheit und war Symbol für die Göttin Athene, der er auch seinen wissenschaftlichen Namen Athene noctua verdankt. Der mit etwas mehr als 20 Zentimetern Körpergröße eher kleine und kompakte Eulenvogel zeichnet sich aus durch einen großen, breiten und runden Kopf, einen kurzen Schwanz und auffallend gelbe Augen.
Sein Gefieder ist auf der Oberseite braun und weiß gesprenkelt, die Unterseite ist weißlich und dicht braun gestreift. Als Standvogel bleibt er das ganze Jahr über. Der Steinkauz jagt, wie andere Eulenvögel auch, bevorzugt in der Abend- und Morgendämmerung, und zwar im freien Gelände und erbeutet dabei Insekten, Mäuse, kleine Vögel und
Amphibien und Regenwürmer. Seine größten natürlichen Konkurrenten sind Uhu und Waldkauz, er wird gejagt vom Steinmarder und leider auch von Hauskatzen.
Der Steinkauz bewohnt bevorzugt die offene Kulturlandschaft mit einer Mischung aus Feldern, Wiesen, Wein- und Obstgärten, er hält sich aber auch in der Nähe von Gebäuden auf, wenn er dort Nahrung findet. Eine extensive Beweidung wirkt sich deshalb günstig auf den Steinkauz aus, weil hierdurch die Vegetation kurz gehalten wird und so schon recht früh im Jahr ausreichend Nahrung in Form von Mäusen und Käfern vorhanden ist. Baumhöhlen, Gebäudenischen, Steinmauern und auch Bodenhöhlen können ihm als Bruthöhle dienen. Die Eiablage findet nach der Balzzeit (März und April) Ende April oder Anfang Mai statt. Im Anschluss brütet das Weibchen etwa 28 Tage, wobei es vom Männchen mit Nahrung versorgt wird.
Nach dem Schlüpfen verbleiben die Jungen etwa einen Monat in der Bruthöhle, bis sie meist Anfang Juli ausfliegen und schließlich im August das Revier der Eltern verlassen.
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