Jugendfeuerwehr Kurtscheid feierte 40-jähriges Gründungsjubiläum
Volles Haus bei der Festveranstaltung
Kurtscheid.Die Kurtscheider Jugendfeuerwehr konnte ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum feiern. Sie ist die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis Neuwied. Der Festakt wurde im Zusammenhang mit dem Kreisjugendfeuerwehrtag gefeiert. Stolz auf die Geschichte der eigenen Jugendfeuerwehr zeigte sich Michael Wilbert, Wehrführer der Feuerwehr Kurtscheid. Er begrüßte anlässlich beim Festakt auch viele Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr, Mitglieder des Kreisjugendfeuerwehrvorstandes, Landesjugendfeuerwehrwart Matthias Görgen, Werner Breithausen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf, sowie die anwesenden Jugendfeuerwehrwarte des Kreises, die zahlreich mit Betreuern und Mitgliedern der Jugendfeuerwehren gekommen waren. Jugendwart Tobias Dittrich erinnerte an die Anfänge im Jahr 1975, als ein paar Jungen aus Kurtscheid Mitglieder der ersten Jugendfeuerwehr im Kreis wurden und spannte den Bogen in die Gegenwart: „Heute sind wir mit mehr als 30 Jugendlichen, 16 Betreuern, einem eigenen Raum und eigenen Fahrzeugen in der Jugendfeuerwehr gut aufgestellt und dies zeigt, welche Bedeutung der Nachwuchsgewinnung hier beigemessen wird.“
Gut aufgestellte Jugendfeuerwehr
Auch Peter Schäfer, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Rengsdorf, betonte die Bedeutung einer gut aufgestellten Jugendfeuerwehr für die Zukunftssicherung der Feuerwehren. „Durch den Einsatz der Betreuer, der Kinder und der Jugendlichen ist es uns möglich, bei Eintritt in den aktiven Dienst, gut ausgebildete Feuerwehrleute zu übernehmen“, betonte Schäfer und erinnerte in diesem Zusammenhang an den verstorbenen Wehrführer, Edmund Hardt, der als Gründungsinitiator und Pionier auf diesem Gebiet fungierte und in einer Zeit, als Nachwuchsprobleme in den Feuerwehren noch ein Fremdwort war, eine Jugendfeuerwehr gründete. Kreisjugendfeuerwehrwart Matthias Lemgen, der selbst seine Wurzeln in der Jugendfeuerwehr Kurtscheid hat, gab einen Überblick über die zurückliegenden Erfolge. Allein in den letzten zehn Jahren wurde die Jugendflamme 103 Mal an Mitglieder der Jugendfeuerwehr Kurtscheid verliehen, 35 Jugendliche aus ihren Reihen traten in dieser Zeit ihren aktiven Dienst an. Ein Umstand, der laut Landesjugendfeuerwehrwart Matthias Görgen auch einem Umdenken der Politik zu verdanken ist, die „den Fokus auf eine funktionierende Jugendausbildung legt, um die Nachwuchsgewinnung langfristig zu sichern“.
Unterhaltsame Wanderrallye
Bereits am Vormittag trafen sich die Jugendfeuerwehren des Kreises im Kurtscheider Feuerwehrhaus, um anlässlich des Kreisjugendfeuerwehrtages gemeinsam eine Wanderrallye zum Forsthaus Gommerscheid bei Ehlscheid durchzuführen. Die Kinder und Jugendlichen maßen sich unterwegs bei verschiedenen Spielen und Aufgaben. Gemeinsam musste eine Brücke aus Brettern gebaut, eine Murmelbahn aus Waldmaterialien angefertigt und verschiedene Rätselfragen bewältigt werden. Der erste Platz ging in diesem Jahr an die Lokalmatadoren der Jugendfeuerwehr Kurtscheid, gefolgt von der Jugendfeuerwehr Bad Hönningen.
Jan Eric Henn, Jugendsprecher der Jugendfeuerwehr Kurtscheid, wurde das Ehrenabzeichen des Kreisjugendfeuerwehrverbandes für sein vorbildliches Engagement in der Jugendfeuerwehr verliehen. Für ihn überraschend, verlieh Achim Hallerbach als erster Kreisbeigeordneter, dem ehemaligen Wehrleiter der Verbandsgemeinde Rengsdorf Uwe Schmidt, für seine Verdienste um die Jugendfeuerwehr die Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr in Silber.
Ehrenzeichen verliehen (v.l.): Tobias Dittrich, Daniela Polifka (stellvertretende Jugendwartin), Jan Eric Henn und Matthias Lemgen.
