Beirat ist wichtig, wird aber kaum als Interessenvertretung wahrgenommen
Wahlbeteiligung bei 4,02 Prozent
Kreis Neuwied. Nur 452 von insgesamt 11.241 wahlberechtigten Wählerinnen und Wählern gaben ihre Stimme für den Beirat für Migration und Integration des Landkreises ab. Da die Mindestwahlbeteiligung von 10 Prozent bereits mit der Neuausrichtung des bisherigen Ausländerbeirates zu einem Beirat für Migrations- und Integrationsfragen im Jahre 2009 abgeschafft wurde, kann der neu gewählte Beirat nach der konstituierenden Sitzung am 12. Januar 2015 seine Arbeit aufnehmen. „Dabei wird auch darüber zu sprechen sei, warum kreis- und insgesamt landesweit so wenig Interesse an der Beiratswahl besteht“, kommentierte Landrat Rainer Kaul die geringe Wahlbeteiligung.
„Dennoch ist es wichtig, dass es ein Gremium gibt, das sich mit den Fragen von Migration und Integration beschäftigt. Der neue Beirat kann hier wichtige Impulse setzen“, gibt Landrat Kaul den neu Gewählten mit auf den Weg und wies darauf hin, dass der Kreistag in seiner Sitzung am 15. Dezember 2014 weitere 5 Mitglieder berufen wird, die die Vernetzung des Gremiums an die Kommunalpolitik sicherstellen.
In der Reihenfolge der erhaltenen Stimmen sind Christl-Marie Zanotti aus Neuwied, Serdar Bilici aus Neuwied, Aynur Ergin aus Rheinbreitbach, Violeta Jasiqi und Pembe Akar, beide aus Linz, Hans-Peter Groschupf, aus Neuwied, Georginah Nussbaumer aus Hausen, James-John Aiwekhoe aus Neuwied, sowie Hüseyin Ilbey und Ilhan Sandayuk, ebenfalls beide aus Neuwied, zu ihrem neuen Beirat. Landrat Kaul gratulierte in der zweiten Sitzung des Wahlausschusses allen Bewerberinnen und Bewerbern, die geschafft haben und dankte allen 17 Kandidatinnen und Kandidaten für ihr Interesse und ihre Bereitschaft, sich ehrenamtlich im Fachbeirat zu engagieren.
„Besonders erfreulich ist, dass sich auch die Frauen durchsetzen konnten und 50 Prozent der gewählten Mitglieder stellen“, freut sich Integrationsbeauftragte Andrea Oosterdyk. „Für eine gute Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden ist es wichtig, auch vor Ort Ansprechpartner zu haben. Das gilt nicht nur für die dort lebenden Menschen mit Migrationshintergrund sondern auch für die Verwaltung, die beispielsweise für die Betreuung von Flüchtlingen zuständig ist und auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen ist.
