Allgemeine Berichte | 08.10.2014

NABU und Forstamt Dierdorf organisierten Feriencamp zum Thema Wald

WaldAbenteuer Freizeit

In einer fünftägigen Freizeit lernten 26 Kinder in den Sommerferien viel über die Natur

Die Kinder verbrachten eine fröhliche und lehrreiche Zeit.Privat

Kleinmaischeid. In der vorletzten Woche der Sommerferien trafen sich an der neuen Isertalhütte im Kleinmaischeider Wald 26 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit ihren Betreuern, um für fünf Tage eine schöne Ferienfreizeit rund um das Thema Wald zu erleben. Geleitet wurde die Freizeit von Andrea Bauer, Försterin für Umweltbildung vom Forstamt Dierdorf. Mit dabei waren auch Eva Saftig, Isabelle Thomé und Ines Flohr (Praktikantin) vom NABU Rengsdorf sowie Elke Thiemann von der Jugendpflege der VG Dierdorf und vier weitere Praktikanten.

Die Woche begann mit dem Besuch zweier Waldarbeiter aus dem Forstrevier Kleinmaischeid, die den Kindern ihre Arbeitsausrüstung erklärten und ihnen dann vorführten, wie man einen Baum fachmännisch fällt. Aus dem Stamm der stattlichen, abgeholzten Fichte wurde ein Stück herausgeschnitten, an dem Bernd Euteneuer am folgenden Tag mit seinem mobilen Sägewerk das Schneiden von Bohlenbrettern demonstrierte. Dann durfte jedes Kind unter seiner Anleitung einen eigenen Bohlenstuhl bauen, der in den nächsten Tagen mit dem Brenngerät mit großem Eifer verziert wurde. Neben kunstvollen Mustern oder einem freundlichen Alien erhielten die Stühle Respekt einflößende Aufschriften wie „Herrschaftsbereich Lars“ oder „Mein Thron“.

Am Donnerstag war „Wolfstag“. Naturpädagogin Eva Saftig erarbeitete mit den Kindern alles Wissenswerte zur Rückkehr des Wolfes in unsere und gleichzeitig auch seine Heimat. So erfuhren die WaldAbenteurer, dass der erwachsene Wolf mit Rute etwa 1,20 m lang und 80 cm hoch ist und bis zu 50 km/h schnell laufen kann. Nachts legt er auf seiner Futtersuche bis zu 70 km zurück und wenn er sehr hungrig ist, kann er bis zu 10 kg Fleisch auf einmal fressen. Normalerweise liegt sein Tagesbedarf aber zwischen 3 und 5 kg. Da der Wolf von Natur aus Bestandteil eines intakten Ökosystems ist, steht er inzwischen unter gesetzlichem Schutz. Das heißt auch, dass er nicht mehr gejagt werden darf. Seit mehr als zehn Jahren leben nun wieder Wölfe auf der Muskauer Heide in Sachsen. Da Wölfe Langstreckenwanderer sind, ist es nicht verwunderlich, dass sie bereits auch in anderen Bundesländern nachgewiesen wurden. Anschließend begaben sich die Kinder auf eine Spurensuche durch den Wald, an deren Ende sie mit ein bisschen Geschick den seltenen Waldbewohner entdecken konnten (der hier natürlich aus Pappe bestand). Darum, auch den Erwachsenen in der Region den Wolf näher zu bringen, kümmern sich beim NABU Rengsdorf drei Wolfsbotschafter. Sie vermitteln den Menschen zum Beispiel, dass man vor der Rückkehr des Wolfes keine Angst haben muss. Vielmehr sind Respekt vor dem Tier und ein verantwortungsvoller Umgang mit seiner Wiederansiedlung ratsam.

Beim Ameisenspiel am Freitag konnten die Kinder ausprobieren, wie schwierig es ist, sich genau wie die Staaten bildenden Insekten am Duft zu erkennen. Danach erlebten sie auf spielerische Art und Weise, wie Eichhörnchen ihren Wintervorrat an Nüssen und Eicheln anlegen, und dass es ihnen nicht immer leicht fällt, die versteckten Reserven auch wieder zu finden. Viele Nüsse und Eicheln werden von anderen Tieren stibitzt oder verbleiben, weil sie nicht wieder gefunden werden, im Boden. Wenn sie im nächsten Frühjahr keimen, können sie zu einem neuen Baum heranwachsen und so den Bestand des Waldes ganz natürlich verjüngen.

Außerdem gab es viel Gelegenheit zum freien Spiel im Wald und am Iserbach, die von den Kindern mit Begeisterung genutzt wurde. Es entstanden fantasievolle Laubhütten und auch das Spielen im Bach machte ihnen großen Spaß.

Das Essen wurde an den meisten Tagen unter Mithilfe der kleinen Teilnehmer über dem Lagerfeuer zubereitet. So gab es am ersten Tag Stockbrot und Wildwürstchen mit einem Kräuterquark und am Donnerstag einen leckeren „Asterixtopf“ aus einer bunten Gemüsemischung und Tortellini. Ein Höhepunkt war das Mittagessen am Freitag, für das in einem mobilen Pizzaofen für jeden eine Pizza je nach Geschmack zubereitet wurde. Am Freitagnachmittag besuchten die Eltern bei Kaffee und Kuchen die

Freizeit. Mit einem letzten Abschlusskreis, der aus den selbst gebauten Bohlenstühlen gebildet wurde, und einem letzten gemeinsamen „Lagerboogie“ ging die WaldAbenteuer-Freizeit, die allen gut gefallen hat, schließlich zu Ende.

Die Kinder verbrachten eine fröhliche und lehrreiche Zeit.Foto: Privat

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