Allgemeine Berichte | 24.09.2014

Die Ortsumgehung Rengsdorf ist fertig

Was lange währt, wird endlich gut

In Rengsdorf wurde zusammen mit vielen prominenten Gästen die lange geplante Ortsumgehung feierlich eingeweiht

Was lange währt, wird endlich gut

Rengsdorf. Ein historischer Tag für Rengsdorf, nicht nur für die Ortsgemeinde, sondern für die gesamte Verbandsgemeinde war am vergangenen Dienstag. Die Ortsumgehung ist endlich fertiggestellt und konnte dem Verkehr übergeben werden. Der Gedanke, für die Ortsgemeinde Rengsdorf eine Umgehung zu bauen, ist bereits in den frühen 60er-Jahren entstanden. Im Jahr 1969 wurde das sogenannte Linienbestimmungsverfahren eingeleitet. In der Folge wurden verschiedene Variantenuntersuchungen durchgeführt, mit einer östlichen und westlichen Umgehung. Die Verkehrslawinen, die in diesen Jahren durch Rengsdorf gerollt sind, haben ständig zugenommen. Zuletzt waren es in Spitzenzeiten über 20.000 Fahrzeuge am Tag. Der erste Spatenstich der Umgehungsstraße erfolgte am 3. Juli 2006, also vor über acht Jahren. Im Bauzeitenplan gab es viele Widrigkeiten, an die keiner mehr denken möchte. Der Blick geht in die Zukunft.

Umgehung bringt Ruhe

Ab Mittwoch wurde es ruhiger in Rengsdorf. Die B 256 wird vom Ehlscheider Stock bis zur K 104, Einmündung Hardert, zur Gemeindestraße abgestuft. Gleiches gilt auch für die K 106 von der Westerwaldstraße bis zur Auffahrt Rengsdorf West/Abfahrt Rengsdorf-Melsbach.

Die Abstufung ist eine Herausforderung für die Ortsgemeinde Rengsdorf, woraus sich aber auch die einmalige Chance bietet, die Westerwaldstraße zurückzubauen, den Ortskern zu sanieren und attraktiver zu gestalten. Die Ortsgemeinde Rengsdorf hat hierzu den Startschuss schon gegeben.

Die B 256 zieht sich wie eine Hauptschlagader bis zum Anschluss an die A 3 auf der Gierenderhöhe durch die Verbandsgemeinde Rengsdorf. Von daher war und ist die B 256 für die Entwicklung des Rengsdorfer Lands mit ihren Ortsgemeinden von enormer Bedeutung. „Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen, auf die Fortführung der geplanten Ausbauten beziehungsweise Umgehungen hinzuweisen, die aus Sicht der Ortsgemeinden Bonefeld, Kurtscheid, Straßenhaus, Oberraden und Oberhonnefeld-Gierend und der hier lebenden Menschen notwendig sind“, forderte Verbandsbürgermeister Hans-Werner Breithausen bei seiner Rede. Deutlich machten dies viele Bürger aus Straßenhaus, die mit Transparenten der Eröffnung beiwohnten.

Der Fußballfreund Breithausen zog einen direkten Vergleich: „Wir sind ja noch im Jahr des Fußball-Weltmeisters und auch für die B 256 gilt: „Nach dem Bau ist vor dem Bau“ und so wird ja kurzfristig die Kreisellösung für Bonefeld realisiert, wofür ich mich auch im Namen der Ortsgemeinde Bonefeld ganz herzlich bedanken möchte.

Noch viel zu tun

Aber auch die anderen notwendigen Maßnahmen wie die Anbindung der L 257 am Kurtscheider Stock, die Ortsumgehung Straßenhaus und die Ortsumgehung Oberhonnefeld-Gierend müssen zügig weiterbetrieben werden. Denn, die Prognosen zeigen ja auf, dass der Verkehr nach der Freigabe in Rengsdorf nochmals zunehmen und auch insbesondere der Schwerlastverkehr die kürzeste Verbindung zwischen dem Neuwieder Becken und der A 3 in verstärktem Maße nutzen wird.“

Der Verbandsbürgermeister forderte die Planungen und Maßnahmen anzustoßen und sie zeitnah umzusetzen. Ansonsten befürchtet er, dass die auftretende „Verkehrslawine“, die sich ja weiterhin nach Norden bewegt, für unzumutbare Zustände sorgen wird.

„Ich bitte daher alle Verantwortlichen, sich den weiteren Maßnahmen zu stellen und dafür Sorge zu tragen, dass es in Sachen B 256 weiter geht. Das wäre mein Wunsch für die Verbandsgemeinde Rengsdorf mit den an die B 256 angrenzenden Ortsgemeinden und den hier lebenden Bürgerinnen und Bürgern“, erklärte Hans-Werner Breithausen abschließend. Landrat Rainer Kaul ergänzte: „Die B 256 hat auch überregionale Bedeutung, auch für den Kreis Altenkirchen, der mit dem Ballungszentrum Neuwied/Koblenz verbunden wird. Generationen haben dafür gekämpft, dass dieses Stück geschaffen wurde.“

Hoher Besuch

Aus Berlin war für die Eröffnung Ministerialrat Thomas Mellmann und aus Mainz Staatssekretär Günter Kern angereist. Die Umgehungsstraße wurde von Pfarrer Friedemann Stinder und Pfarrer Marco Hartmann eingesegnet.

Etliche Bürger aus Straßenhaus waren gekommen und forderten mit Transparenten den Bau der Umgehungsstraße Straßenhaus.

Viele waren der Einladung zur Eröffnung der Umgehungsstraße gefolgt.

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