3. Familiensicherheitstag Cochem-Zell
Authentisch nachgestellte Einsätze beeindruckten
Polizei, Feuerwehr, DRK und THW gaben wichtige Tipps
Cochem. Zum dritten Mal fand in diesem Jahr der Familiensicherheitstag des Kreises Cochem-Zell statt und fand mit dem Cochemer Endertplatz wieder eine optimale Örtlichkeit für dessen Austragung. Bei durchwachsenem Wetter verzeichneten die Offiziellen, um ihren Organisationsleiter Polizeioberkommissar Jörg Schnitzius von der Polizeiinspektion Cochem, einen regen Besucherandrang. Die kamen wie erhofft überwiegend als Familie und konnten sich den ganzen Tag über Sicherheit im Alltag, im Straßenverkehr und das richtige Verhalten bei und nach einem Unfallereignis informieren. Dazu hatten die anwesenden Organisationen und Institutionen neben reichlichem Fachpersonal auch entsprechendes Equipment in Form ihres Fuhrparks und und ihrer Einsatzmittel mitgebracht.
Vielseitiges Programm
Die kamen dann auch zumeist unter authentisch nachgestellten Unglücksfällen zum Einsatz, wofür die jeweiligen Kräfte jener Organisationen gekonnt Sorge trugen. Mit von der Partie unter anderem die Polizei, das DRK mit seinen Bergrettern und der Wasserwacht, die Freiwillige Feuerwehr, das THW, die Verkehrswacht sowie der Weiße Ring. Während die Polizei bei den kleinen Besuchern mit ihrer Puppenbühne und dem Auftritt der Hundestaffel punkten konnte, lockte die Feuerwehr das junge wie erwachsene Publikum mit feurigen Aktionen und spannender Bergrettung. Für Letztere hatten sie das große Drehleiterfahrzeug vorgefahren, an dessen ausgefahrenem Ende die DRK-Profiretter diverse Einsätze aus großer Höhe simulierten. Krachende Explosionen gab es bei der massiven Erhitzung von Spray-Dosen und riesige Stichflammen bei der Vorführung „Wasser in brennendes Öl“. Hier sollte auf die Gefahren von brennendem Öl im Haushalt, bspw. bei einer Fritteuse hingewiesen und die korrekte Vorgehensweise beim Löschen bzw. Ersticken der Flammen aufmerksam gemacht werden. Die engagierten Männer vom THW zimmerten und montierten derweil an der alten Moselbrücke eine riesige Holzstützwand, die u.a. zur Absicherung von einsturzgefährdeten Objekten benötigt wird. Unmittelbar gegenüber hatten DRK und Wasserrettung ihre Zelte aufgeschlagen und zeigten neben ihren Einsatzmitteln wie Rettungswagen und Boot auch praktische Übungen bzw. simulierte Notfalleinsätze. Ob nun die obligatorische Phantom-Puppe von den Lebensrettern reanimiert, oder ein mit roter Farbe blutgetränktes Unfallopfer geborgen und abtransportiert wurde, man war sich der ungeteilten Aufmerksamkeit der Veranstaltungsbesucher sicher.
Ein gelungenes Event mit Erbsensuppe und Würstchen
So sorgte das DRK aber nicht nur für eine gute Wundversorgung, auch mit jener für das leibliche Wohl aller Anwesenden war bestens gesorgt. Die berühmte Erbsensuppe mit Würstchen traf dabei auf zahlreiche und dankbare Abnehmer. Organisationsleiter Jörg Schnitzius sprach zum Abschluss des Sicherheitstages von einem gelungenen Event, das die Besucher im Bezug auf ein Sicherheitsdenken wieder einmal erfolgreich sensibilisiert hätte. Ein Thema, was seiner Erfahrung zufolge nicht oft genug angesprochen werden könnte. Im Landkreis Cochem-Zell bietet man laut dem Oberkommissar alle drei Jahre diese stets gut besuchte Veranstaltung an, bei der nicht nur wichtige Tipps, sondern auch alle Neuerungen auf dem Gebiet des Sicherheitsdenkens per Information und praktischer Vorführung den Menschen vermittelt werden. „Die Prävention ist das geeignetste Mittel den Leuten aufzuzeigen, wie sie im Alltag Unfälle vermeiden und sich im eingetretenen Notfall auch richtig verhalten“, sagte Jörg Schnitzius abschließend.
Der begeisterte Sicherheitsnachwuchs steht in den Startlöchern. Alle Organisationen sind auf einen solchen angewiesen.
Abtransport eines Unfallopfers. Die Sanitäter vom DRK zeigen, wie es richtig gemacht wird.
Opferbergung aus großer Höhe. Die Profis vom DRK-Bergrettungsteam bei einem simulierten Einsatz auf dem Cochemer Enderplatz.
