Oblaten feiern mit Weihbischof Peters Abschiedsgottesdienst in Kloster Engelport
„Der Abschied fällt uns schwer“
Treis-Karden. Ihren Abschied vom Kloster Engelport haben die Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) mit einem Gottesdienst am zweiten Advent, mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters gefeiert. Nach 110 Jahren verlässt der Orden damit zum Ende des Jahres endgültig das Kloster im Flaumbachtal.
„Ich möchte den Oblaten vor allem ein großes Dankeschön sagen, für alles, was sie hier geleistet haben, was sie für die Menschen getan haben“, sagte der Weihbischof während des Gottesdienstes. Mit Blick auf die vielen Gottesdienstbesucher, die zum Teil keinen Platz mehr in der Kirche fanden, betonte Peters: „Heute sind so viele Menschen gekommen, die Anteil nehmen wollen, die ihren Dank ausdrücken wollen.“ Den Menschen in der Region, aber auch vielen Gruppen aus ganz Deutschland sei das Kloster als Tagungs- und Exerzitienhaus durch die Gastfreundschaft der Oblaten zu einem Ort der Erholung, des geistigen Auftankens und der Heimat geworden. „Heute ist der Tag der Danksagung an die Oblaten, auch im Namen der Weltkirche: Denn hier sind unzählige junge Oblaten zu Missionaren ausgebildet worden und in die Welt aufgebrochen“, sagte Peters weiter. In seiner Predigt betonte der Weihbischof mit Blick auf das Matthäus-Evangelium: „Für die Oblaten bricht nun eine neue Zeit an, genau wie im Advent auch für die Christen eine neue Zeit anbricht, in der wir uns auf das Kommen Jesu vorbereiten.“ Jesus stehe dabei nicht für einen „Gott des Wohlbefindens“ - seine Botschaft könne durchaus schmerzen und verlange den Menschen viel ab. „Der Glaube braucht Raum, um sich entfalten zu können.“ Die notwendige Ruhe und Offenheit, dem Glauben Raum zu geben, hätten dabei viele Menschen im Kloster Engelport gefunden. Die Botschaft Gottes weitergeben - das sei auch Ziel der Oblaten gewesen. Ob bei Volksmissionen, Wallfahrten oder Exerzitien - die Patres und Brüder hätten unzähligen Gästen Impulse gegeben, den Glauben neu zu entdecken. Gleichzeitig sei er froh, dass Kloster auch künftig einen Orden beherberge, sagte Peters. Den Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu, die ab Januar das Kloster übernehmen, gab er Segenswünsche für die Zukunft mit auf den Weg.
„Es fällt besonders schwer, vom Kloster Engelport Abschied zu nehmen, auch, weil es die zweitälteste Niederlassung der Oblaten in Deutschland war“, erklärte Pater Stefan Obergfell OMI, Provinzial der Oblaten in seiner Abschiedsrede. In den letzten Jahren sei es der kleiner werdenden Gemeinschaft immer schwerer gefallen, das Haus wirtschaftlich zu führen. „Außerdem mussten wir uns fragen: Werden wir unserer missionarischen Sendung noch gerecht?“ Die Aufgabe einiger Niederlassungen sei so nötig geworden. Vor allem danke er aber den ehemaligen Angestellten des Klosters und den Patres und Brüdern. „Ihr habt eure Trauer hinten angestellt und weiter vollen Einsatz für das Haus gezeigt - oft über eure Kräfte hinaus. Wir sind stolz auf euch.“ Im Namen der neuen Bewohnerinnen des Klosters dankte zum Schluss Monsignore Michael Schmitz vom Institut Christus König und Hohepriester den Oblaten für ihr jahrelanges Engagement und den guten Zustand des Klosters. Auch wenn die Anbetungsschwestern künftig kein Gästehaus führten, solle das Kloster und das Gnadenbild der Maria den Menschen offenstehen.
Pressemitteilung
Bischöfliche Pressestelle
Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters hielt die Abschiedsrede. Foto: Privat
v.l.n.r.: Bürgermeister Manfred Führ, Bruder Manfred und Landrat Manfred Schnur.Foto: Privat
