Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit
Deutliches Plus bei der Arbeitslosigkeit
Januar-Statistik wird von Winter und Jahreswechsel geprägt
Kreis COC. Ende Januar zählten die Statistiker der Agentur für Arbeit im Landkreis Cochem-Zell 1.834 arbeitslose Menschen - 352 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote kletterte um 1,1 Punkte auf 5,5 Prozent. „Ein saisonüblicher Anstieg“, meint Ulrike Mohrs, die Leiterin der Arbeitsagentur Koblenz-Mayen, und verweist auf die nahezu identischen Zahlen vom Januar 2013. Damals wurden in der Region 21 Arbeitslose mehr gezählt, die Quote war gleich.
Vom milden Winter konnte der vom Tourismus geprägte Landkreis allerdings nicht profitieren. „Hotels und Restaurants gehen auch bei diesem Wetter in die Winterpause.“ Neben den saisonüblichen Einflüssen wirkten sich auch Quartals- und Jahresende auf die Statistik aus, erklärt Mohrs. „Dann laufen viele befristete Beschäftigungen aus, was sich stets auf die Zahl der Arbeitslosen auswirkt. Allerdings ist das meist ein eher kurzfristiger Effekt.“
Deutlich stärker ist diesmal der Rechtskreis des Sozialgesetzbuches (SGB) III von der Zunahme der Arbeitslosigkeit betroffen. Das heißt, die meisten Männer und Frauen, die sich im Januar arbeitslos meldeten, sind über die Arbeitslosenversicherung abgesichert, bei der eine Zunahme um 317 auf nun 1.079 verzeichnet wird. In der Grundsicherung nach SGB II, also bei den sogenannten Hartz IV-Empfängern, steigt die Arbeitslosigkeit um 35 auf 755 an. Derzeit werden im Landkreis 58,8 Prozent der Arbeitslosen dem SGB III und 41,2 Prozent dem SGB II zugeordnet.
Winterlich ruhig ging es im Januar auf dem Stellenmarkt zu. 61 neue Angebote erreichten den Arbeitgeberservice. Damit liegen der Agentur für Arbeit zum Monatsende 190 offene Stellen aus Cochem-Zell vor. Für Ulrike Mohrs bietet das aktuelle Zahlenwerk der Statistiker keine großen Überraschungen. „Der Anstieg zum Jahreswechsel war zu erwarten. Was die nächsten Wochen bringen werden, hängt nicht zuletzt davon ab, ob es noch einmal frostig kalt wird oder nicht. Branchen wie die Gastronomie werden aber ohnehin erst mit dem Ostergeschäft wieder anlaufen. Spätestens dann sollten die Arbeitslosenzahlen also deutlich sinken.“
Pressemitteilung
Bundesagentur für Arbeit
