SPD-Jugendorganisation Jusos Cochem-Zell
Ein Gotteshaus lädt ein
Bullay. Die SPD-Jugendorganisation Jusos Cochem-Zell unter Vorsitz von Markus Müller besuchte am vergangenen Wochenende die Moschee der muslimischen Gemeinde in Bullay. Im vergangenen Jahr wurde das Gebäude in welchem sich der Gebetsraum und weitere Gemeinschaftsräume befinden mit ausländerfeindlichen Aufklebern von außen verunstaltet. Regionale Medien berichteten damals über den Vorfall. „Es kam leider nie genau raus, wer diese Aufkleber angebracht hat. In den Tagen zuvor war jedoch eindeutige Musik vom Campingplatz unterhalb der Moschee zu hören“, erzählte ein Mitglied der Gemeinde.
Für die SPD-Jugend ist der Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein Hauptanliegen. Aus diesem Grund war es den Mitgliedern wichtig, sich über eventuelle Folgen des Anschlags zu informieren und sich mit der muslimischen Gemeinde auszutauschen.
Die Gastgeber nahmen sich mehrere Stunden Zeit für eine ausführliche Führung durch die Räumlichkeiten und waren sichtlich begeistert, dass die Jugend den Vorfall nicht vergaß und aktiv gegen solche Handlungen vorgehen möchte.
Auch die Jusos waren von der Offenherzigkeit und Gastfreundlichkeit der Glaubensgemeinschaft sichtlich begeistert. „Man fährt mit dem Zug regelmäßig hier vorbei und sieht das Dach der Moschee und man hat leider nie Zeit gefunden mal zum Tag der offenen Moschee am 3. Oktober hier vorbei- zuschauen,“ fand Christian Simon aus Pünderich. Das gesamte Gebäude wurde nur aus Spendengeldern und durch Eigenleistung der Gemeindemitglieder erbaut und gestaltet. „Es ist wirklich beeindruckt, was eine so kleine Gemeinde hier auf die Beine gestellt hat,“ lobte Anna Müller aus Bullay.
Bei der Führung wurden den Jusos die Räume mit ihren Funktionen sowie die traditionelle Gestaltung des Gebetsraumes erklärt. „Wir waren sehr beeindruckt über die handwerkliche Leistung bei der Gestaltung der Mosche sowie der dadurch entstandenen einladenden Atmosphäre“, so Ksenia Stähle, stellvertretende Regionalvorsitzende aus Cochem.
Das Gebäude, mit dessen Bau 2001 begonnen wurde, ist nicht nur Moschee, sondern beinhaltet auch einen großen Begegnungsraum, Räume für Jugendliche, wo diese in Zukunft auch ehrenamtlich-schulische Nachhilfe erhalten können, Büros, Waschräume sowie eine Wohnung für den Imam, der seit März die muslimische Gemeinde betreut und dessen offizielle Vorstellung am kommenden Samstag erfolgt.
Ein besonders Ereignis war auch die Einladung, beim traditionellen Gebet am Freitagnachmittag beizuwohnen, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie ein solches Gebet abläuft. Die von den Mitgliedern geäußerte Offenheit gegenüber anderen Menschen wurde somit sehr eindrucksvoll bewiesen.
Im Anschluss waren die anwesenden Jusos eingeladen, bei einer Tasse Tee mit den Mitgliedern der Gemeinde und dem Imam noch offene Fragen zu erörtern. Hierbei wurden Fragen zum Gebetsablauf, zum Aufbau der Mosche, aber auch alltägliche Fragen besprochen.
Markus Müller zog ein positives Fazit: „Es ist eine beeindruckende Leistung, was die türkische Gemeinde hier geschaffen hat. Hier wurde viel Eigenleistung investiert, um eine so tolle Atmosphäre zu schaffen. Es war ein schöner Besuch bei Freunden.“
Pressemitteilung
SPD Jugendorganisation
Jusos Cochem-Zell
