Vorbereitungen für das Heimatjahrbuch 2015 laufen
Einblick in das „Innenleben“ der Vereine
Kreis COC. Das Heimatjahrbuch 2014 ist erst wenige Monate alt, schon laufen die Vorbereitungen des Redaktionsausschusses für die neue Kreispublikation auf Hochtouren. Auch diesmal gibt es ein Schwerpunktthema, nämlich „Vereine und Verbände“, um es ganz einfach und trocken zu formulieren. Die Thematik aber ist äußerst komplex und vielseitig, denn dazu gehört nicht nur die reine Aufzählung von Vereinen und ihren Vorständen, sondern viel mehr.
Der Leser möchte das „Innenleben“ solcher Verbände kennenlernen, ihre Vergangenheit, ihre gegenwärtige Situation, aber auch ihre Visionen für die Zukunft. Dabei soll auch die große Bedeutung von Vereinen und Verbänden für das Zusammenleben in der Gemeinschaft betont werden, in denen sich der Einzelne in seiner Freizeit einbringen und verwirklichen kann. Ferner sind sie unerlässlich für jedes Staatswesen, zumal sich die Bürger ehrenamtlich darin engagieren, ein Pfund, mit dem es zu wuchern gilt. Auch im Landkreis Cochem-Zell sind Vereine und Verbände die Basis für eine intakte Dorf- und Stadtgemeinschaft. Doch wie war das in früheren Zeiten, nahmen sie den gleichen hohen Stellenwert wie heute ein? Darum sind die Autoren aufgefordert, von den Entwicklungen der unterschiedlichsten Gruppierungen zu schreiben. Wie und unter welchen Vorzeichen haben sie sich in der Vergangenheit gegründet? Welche Zielsetzungen und Motive hatten sie? Wie war das mit längst vergessenen Einrichtungen wie beispielsweise den Kriegervereinen, die im 19. Jahrhundert aus dem Boden schossen, so auch verstärkt nach dem deutsch-franzöischen Krieg 1870 bis 1871? Daneben gab es auch fromme Bruderschaften, bereits viel früher im Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit.
Noch heute pflegen sie ein intensives Gemeinschaftsleben: die zahlreichen Schützengilden und -vereine im Kreis, um nur einige herauszugreifen. So dienten auch in einer immer kälter werdenden Welt die Musikvereine der Erholung und der Verinnerlichung. Daneben haben die Spielmannszüge eine noch viel ältere militärische Tradition. Aktuell bilden sich zu den unterschiedlichsten gesellschaftspolitischen Vorstellungen engagierte Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften oder auch Genossenschaften. Besonders wichtig sind natürlich auch karitativ arbeitende Gruppen, Ordensgemeinschaften oder Institutionen, die in der Jugendarbeit oder auf sozialer oder kultureller Ebene Vorbildliches leisten. Nicht zu vergessen auch Einrichtungen, die ehrenamtlich die Heimatpflege und den Denkmalschutz im Blick haben, nicht zu vergessen, dass es auch Vereine und Verbände gibt, die hier nicht aufgeführt sind. Wie man sieht, ist hier für interessierte Autoren ein riesiges Feld zu beackern. Entsprechende Beiträge, die auch andere Themen betreffen, können entweder beim Redaktionsleiter Heinz Kugel, Lieg, Tel. (0 26 72) 71 74, oder auch beim Kulturbüro der Kreisverwaltung Cochem-Zell, Tel. (0 26 71) 6 11 80, eingereicht werden. Redaktionsschluss ist der 31. Mai.
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