Arbeitsmarkt im Landkreis Cochem-Zell
Gute Aussichten für den Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit im Landkreis Cochem-Zell ging auch im Mai deutlich zurück
Kreis Cochem-Zell. Auch im Mai geht die Arbeitslosigkeit im Landkreis Cochem-Zell deutlich zurück, und zwar sowohl im kurzfristigen sowie im langfristigen Vergleich. Das geht aus der Arbeitsmarktstatistik hervor, die die Agentur für Arbeit nun vorlegte. Danach sind zum Monatsende in der Region 1.107 Menschen arbeitslos gemeldet - 152 weniger als im April und 68 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent. Vor vier Wochen lag sie bei 3,8 und im Mai 2013 bei 3,5 Prozent. „Damit setzt sich die günstige Entwicklung an der Mosel nicht nur fort, sie verfestigt sich auch“, erklärt Frank Schmidt, der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen.
Vor allem der deutliche Abstand zu den Vorjahreswerten mache deutlich, dass die Erholung längst nicht mehr allein auf saisonbedingte Einflüsse zurückzuführen sei. „Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich über den Abbau der Winterarbeitslosigkeit hinaus.“ Besonders erfreulich sei, dass diesmal beide Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB), die die Arbeitslosigkeit regeln, von der Entspannung profitieren können - wenn auch unterschiedlich stark. So ging die Arbeitslosigkeit bei jenen, die noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind und damit zur Versichertengemeinschaft des Sozialgesetzbuches (SGB) III gehören, in den vergangenen vier Wochen um 122 auf nun 466 zurück. Vor einem Jahr waren hier noch 62 Frauen und Männer mehr arbeitslos gemeldet. Bei den sogenannten Hartz IV-Empfängern des SGB II, die vom Jobcenter betreut werden und in der Regel auf Grundsicherung angewiesen sind, sank die Arbeitslosigkeit seit April um 30 auf jetzt 641. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um sechs.
Insgesamt zählen im Landkreis Cochem-Zell derzeit 42 Prozent aller Arbeitslosen zum SGB III und werden von der Arbeitsagentur betreut, während 58 Prozent zum SGB II gehören und vom Jobcenter unterstützt werden. Bewegung gab es im Mai auch auf dem Stellenmarkt. 113 offene Stellen wurden der Agentur in den vergangenen vier Wochen gemeldet. Damit gibt es insgesamt noch 327 unbesetzte Stellen im Landkreis. Ein Schlaglicht werfen die Statistiker auch diesmal wieder auf den Ausbildungsmarkt. 109 der ursprünglich 369 seit Oktober registrierten Bewerber um einen Ausbildungsplatz gelten zurzeit noch als unversorgt. Ihnen stehen 220 unbesetzte Stellen gegenüber, ursprünglich gemeldet wurden bislang 399. So ausgewogen wie es scheine sei die Lage aber vermutlich nicht, warnt Frank Schmidt. „Viele Jugendliche, die längst eine Lehrstelle oder einen Studienplatz gefunden haben, vergessen erfahrungsgemäß, sich zeitnah bei uns abzumelden. Außerdem ist noch vieles in Bewegung: Jeden Tag kommen sowohl Bewerber als auch Stellenangebote hinzu, andere fallen weg. Und schließlich müssen die Interessen und Wünsche der jungen Leute genauso berücksichtigt werden wie die Bedürfnisse und Vorstellungen der Arbeitgeber. Da passen dann Angebot und Nachfrage nicht immer zusammen.“
Höchste Zeit werde es aber in jedem Fall für all jene, die noch für diesen Sommer eine Stelle oder einen Auszubildenden suchen und bislang noch keinen Kontakt zur Arbeitsagentur aufgenommen haben. Sie sollten sich laut Frank Schmidt schnellstens mit dem Arbeitgeberservice oder der Berufsberatung in Verbindung setzen. Kontakt über die kostenfreien Servicenummern: Berufsberatung, Tel. 08 00 4 55 55 00 und Arbeitgeberservice, Tel. 08 00 4 55 55 20.Pressemitteilung
Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen
