Comedian brillierte mit „Weltrettung XXL - Ich leg noch Heinz drauf“ in Treis-Karden
Heinz - einfach unglaublich
Treis-Karden. Heinz Gröning, alias der unglaubliche Heinz, ist am Comedy-Himmel kein unbekannter Stern. Der 48-Jährige, geboren in Emmerich, erfreut seit 1993 sein Publikum mit Kabarett, Musik und Situationskomik vom Feinsten. Auf der röhrig Kulturbühne in Treis stand der Hüne bereits mehrmals, am vergangenen Freitag mit seinem Erfolgsprogramm „Weltrettung XXL - Ich leg noch Heinz drauf!“ Hans Peter Röhrig, Moderator und Motor des kulturellen Lebens im Baumarkt, kündigte zum Start der Kultur- und Genuss-Woche vor voll besetztem Haus dieses besondere Highlight an. Der unglaubliche Heinz bot über zwei Stunden Comedy, Slapstick und Unterhaltung pur, wobei der Abend quasi in zwei Häppchen gestaltet wurde. Im ersten Part betätigte sich Heinz als Weltretter und Wortakrobat. Seine Erkenntnis: „Comedy ist relativ und unterschiedlich“ ist zwar nicht neu, traf aber für seine Wortakrobatik und Vortragsweise, die sich ab und an auch unter der Gürtellinie bewegte, durchaus zu. Der unglaubliche Heinz zog alle Register seines Könnens und bot einen heinzigartigen Weltrekord in Wörtern, die sich alle auf die Wortendung -“ieren“ reimen mussten. Satte 300 Beispiele lieferte Heinz im Stakkato-Stil wie aus der Pistole geschossen. Ein Mann, ein Mikro, Worte und das menschliche Zwerchfell im Dauerstress. Sonst nichts. Schauspielerisches Talent bewies Heinz dann mit seiner Tagesrückschau, die mit Hilfe einer Dinosaurierfigur das Zwerchfell der Zuschauer arg strapazierte. Der zweite Teil des Abends lieferte Musik und Lieder, die vor allem von der Stand-up-Komikund Mimik des Kabarettisten lebte. Seine Refrains animierten zum Mitsingen, wobei der laziv tanzende und gekonnt sich bewegende Comedian wohl vor allem die Herzen der Frauen höher schlagen ließ. Das gehauchte „Heeeiinz“ und sein tigerartiges „Rrrrrr..“ sprachen bei manchen weiblichen Zuschauern Bände. Heinz Gröning, der auch passabel Gitarre spielen kann, bestach am Schluss mit Improvisationstalent, als er ein Lied aus dem Stegreif intonierte, in dem die Wörter „Radiomoderator“, „schimmeliges Brot“ und „Familienminister“ sinnvoll vorkommen mussten. Ein Problem, das der unglaubliche Heinz selbstverständlich mit Bravour löste.
