„Café International“ im MGH in Kaisersesch wurde mit einer kleinen Feier offiziell eröffnet
Integration gemeinsam leben und erleben
Jeden Mittwoch von 15.30 bis 18 Uhr bietet das Café die Möglichkeit zum Austausch und Kennenlernen
Kaisersesch. „Ich heiße Sie heute herzlich im 'Café International' willkommen“, formulierte Hiltrud Weber im Escher Mehrgenerationenhaus (MGH) ihre Begrüßungsworte.
Neben einigen Ehrengästen konnte sie auch eine große Anzahl an Einheimischen und Flüchtlingen und Asylbewerbern ansprechen, die sich zwecks besseren Kennenlernens zahlreich eingefunden hatten. Hiltrud Weber, die zusammen mit Diakon Michael Przesang in der VG Kaisersesch (unter anderem Kloster Martental) schon seit geraumer Zeit zahlreiche Flüchtlinge betreut, lud zu Tee, Kaffee und zum gemeinsamen Gespräch ein. Dies unter der gewünschten Prämisse: „Wir lernen uns näher kennen und finden dabei neue Freunde und Bekannte. Wir können uns gegenseitig von unserem Land und unseren Lebenserfahrungen berichten und wir können zusammen Spaß haben, zum Beispiel bei Spiel und Gesang“.
Auch Bürgermeister Albert Jung begrüßte alle Anwesenden herzlich und bedankte sich gleichzeitig bei Hiltrud Weber, Diakon Przesang und allen anderen Ehrenamtlichen für ihren vorbildlichen Einsatz im Dienst am Menschen, ohne den eine gemeinschaftlich angestrebte Integration in dieser Form wohl kaum möglich wäre: „Ja, wir haben hier jetzt einen internationalen Treffpunkt, bei dem echter Austausch stattfinden soll und den wir dann auch gerne so nennen dürfen.“ Stadtchef Gerhard Weber sah mit dem neuen „Café International“ im MGH, das ab sofort jeden Mittwoch von 15.30 bis 18 Uhr für ein internationales Treffen geöffnet ist, eine optimale Chance des Austausches und der Annäherung und er zeigte sich auch stolz darüber, dass man diese Form einer Begegnungsstätte gerade auch in Kaisersesch antreffen könne.
Großes Engagement der Helfer
MdL Anke Beilstein sah mit dem neuen Treffpunkt im MGH eine schöne Parallele zu dem bereits bestehenden „Café International“ in Cochem: „Hier heißt es Fragen stellen und Antworten bekommen, Probleme aufzeigen und Lösungen finden; aber vor allen Dingen Vorurteile abzubauen und das alles in friedlicher Koexistenz.“ Es gelte, die Integration von beiden Seiten zu leben und zu erleben. „Es mangelt von beiden Seiten nicht am guten Willen“, formulierte es Pastor Dr. Volker Malburg bei seiner Ansprache. Das sei, zumindest in dieser Region, bereits deutlich erkennbar.
Zurückzuführen sei dies auf das große Engagement der zahlreichen Helfer und Unterstützer, die sich hier absolut für „Pro Mensch“, egal welcher Couleur, entschieden hätten. Auch die Möglichkeit der friedvollen Begegnung von unterschiedlichen Religionen sieht Malburg bei den gemeinsamen Treffen als wünschenswertes Erlebnis und Ergebnis und konnte mit einem Lächeln auch gleich über ein solches berichten: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass kürzlich bei einer meiner Messfeiern nicht alle Anwesenden Christen waren!“.
Integration gemeinsam leben und erleben, das ist der Schlüssel für ein friedliches Miteinander der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Fotos: TE
Sich begegnen, kennenlernen und austauschen, so lautet das Ziel.
Im „Café International“ in Kaisersesch gingen die Besucher schon beim ersten Zusammentreffen aufeinander zu.
