Politik | 30.04.2014

42.700 Euro für Maßnahmen im Landkreis Cochem-Zell

Kalenborn und Gevenich freuen sich

Den beiden Gemeinden sind Mittel aus dem rheinland-pfälzischen Dorferneuerungsprogramm bewilligt worden

Gevenich/Kalenborn. Innenminister Roger Lewentz hat den Dorferneuerungsgemeinden Gevenich und Kalenborn Mittel aus dem rheinland-pfälzischen Dorferneuerungsprogramm bewilligt. Gevenich erhält für die Errichtung eines Kommunikationsraumes 14.300 Euro. Kalenborn erhält für den Erwerb eines Grundstücks und die Herrichtung einer Teilfläche 16.400 Euro. Zusätzlich bekommt Kalenborn für eine Dorfmoderation außerhalb einer Schwerpunktanerkennung 12.000 Euro.

Schwerpunkte der Dorferneuerung seien struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen in den Ortskernen, die im Sinne des Agenda-21-Prozesses eine zukunftsbeständige und nachhaltige Entwicklung zum Ziel haben. Die Innenentwicklung, die Belebung und Attraktivierung der Ortskerne habe in der Dorferneuerung absoluten Vorrang. Dazu gehörten die Sanierung und zeitgemäße Umnutzung ortsbildprägender Bausubstanz genauso wie die Sicherung der Grundversorgung oder die Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in der Dorferneuerung. Fast 90 Prozent der Gemeinden im Land hätten weniger als 2000 Einwohner und seien dem ländlichen Raum zuzurechnen. Mittlerweile hätten rund 80 Prozent der Gemeinden ein Dorferneuerungskonzept erarbeitet.

„Erfreulich ist dabei die Bereitschaft der Gemeinden, ihre Konzepte im Hinblick auf die demographische Entwicklung und das Älterwerden im Dorf fortzuschreiben sowie der aktuellen Entwicklung anzupassen“, so Lewentz. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zeige, dass sich viele Dörfer mit Erfolg den aktuellen Herausforderungen stellten und daher mit Zuversicht in die Zukunft blicken könnten. Eine frühe Einbindung und Beteiligung von allen Bürgerinnen und Bürgern schaffe Vertrauen und Akzeptanz für neue Projekte, erläuterte der Minister.

Eine umfassende Bürgerbeteiligung einschließlich der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sei Hauptbestandteil einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Dorferneuerungsplanung. Besonders mit Hilfe der Dorfmoderation und der Erarbeitung von Dorferneuerungskonzepten sei eine intensive Auseinandersetzung der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Dorf möglich.

So werde beispielsweise im Rahmen von Arbeitskreisen, Zukunftswerkstätten oder Dorfkonferenzen eine gemeinsame Zukunftsidee, ein Leitbild für das eigene Dorf erarbeitet. „Diese Art von Bürgerbeteiligung findet in den Dorferneuerungsgemeinden großen Zuspruch“, sagte Lewentz. Allein im Programmjahr 2013 seien in der Dorferneuerung 31 Dorfmoderationen mit einer Gesamtzuwendung in Höhe von rund 362.000 Euro gefördert worden. Rund 17 Millionen Euro stünden in diesem Jahr landesweit zur Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung.

Seit 1991 habe das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Dorferneuerung über 495 Millionen Euro an Fördermitteln in den ländlichen Raum investiert. Über 27.500 private und über 4400 öffentliche Maßnahmen seien unterstützt worden. „Das ist ein klarer Beleg für die volkswirtschaftliche Bedeutung der Dorferneuerung“, so Lewentz. Jeder öffentliche Förder-Euro löse bis zu sieben Euro an Folgeinvestitionen aus. Durch die Gesamtinvestitionen im Rahmen der Dorferneuerung in Höhe von über 2,59 Milliarden Euro seien seit 1991 wichtige wohnstättennahe Arbeitsplätze geschaffen und dauerhaft gesichert worden. Davon profitierten in besonderem Maß die orts- und regionsansässigen Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Direkt oder indirekt würden mit Hilfe der Dorferneuerung rund 65 Arbeitsplätze je 511.290 Euro investierter öffentlicher Mittel gesichert. Für Rheinland-Pfalz seien also durch die Dorferneuerung in den vergangenen 23 Jahren über 62.900 Arbeitsplätze dauerhaft gesichert worden, unterstrich der Innenminister.Pressemitteilung des Innenministeriums Rheinland-Pfalz

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