Landwirtschaft erleben in Landkern
KiTa St. Servatius Landkern: Landwirtschaft hautnah für Kinder erleben
aus Landkern
Landkern. Drei K‘s für die KiTa St. Servatius: Kinder, Kartoffeln und ein Kälbchen
Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Landjugend vom Kreis Cochem-Zell erlebten die Kinder drei besondere Tage rund um die Landwirtschaft.
Ziel war es, den Kindern auf unmittelbare Weise zu zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie viel Arbeit und Pflege von den Landwirtinnen und Landwirten dahintersteckt.
Am ersten Tag ging es für eine Kindergruppe in Begleitung von drei jungen Landwirt*innen und den pädagogischen Fachkräften auf das Kartoffelfeld eines ehemaligen KiTa-Kindes in Landkern. Dort konnten die Kinder miterleben, wie die Kartoffeln aus der Erde geerntet werden. Mit ihren eigenen Händen halfen sie fleißig mit, entdeckten die „Kartoffelmutter“ an der Kartoffelpflanze, von der das Wachstum der neuen Kartoffeln beginnt und machten sich anschließend in kindlichem Denken auf die Suche nach dem „Kartoffelvater“. Stolz durften die Kinder anschließend ihre Kartoffelsäcke mit nach Hause nehmen. Einige Kartoffeln wurden am nächsten Tag in der KiTa zu leckeren Kartoffelgerichten zubereitet.
Am zweiten Tag des Projektes kam ein lebendiges Kälbchen mit dem Anhänger eines Jungbauern auf das KiTa-Gelände, denn auch im ländlichen Raum ist es heute nicht mehr selbstverständlich, echte Bauernhoftiere erleben zu können. Die Kinder konnten das Kälbchen aus nächster Nähe erleben, beobachten und vorsichtig Kontakt aufnehmen. Außerdem wurde gemeinsam ein Name für das Kälbchen gefunden. Im Gespräch mit den engagierten Landwirt*innen erfuhren die Kinder viel über die Tiere auf dem Bauernhof, deren Hege und Pflege und welche Erzeugnisse wir von den Tieren bekommen. So stand an diesem Tag die Milch im Fokus und die Kinder waren eingeladen, Milch zu probieren und aus der Milch Butter zu schütteln.
Am dritten Tag wurde zunächst Kressesamen zur Veranschaulichung des Säens und Wachsens in Schalen mit Erde gesät. Im Anschluss wurde ein Traktor mit Sämaschine an das KiTa-Gelände gefahren. Große Fahrzeuge üben seit jeher auf junge Kinder eine besondere Faszination aus. Die Kinder konnten sehen, wie moderne Maschinen die Arbeit der Landwirt*innen unterstützen. Als besonderes Highlight durften die Kinder auf dem Traktor Platz nehmen. Ein vierjähriger Junge äußerte spontan, dass er, wenn er größer geworden ist, zusammen mit seinem Patenonkel, der einen Traktor besitzt, Kartoffelbauer werden möchte.
Die Kinder durften erfahren, dass Lebensmittel nicht aus dem Supermarkt kommen, sondern ihren Ursprung in der Erde haben und dass das Wachstum geeignete Bedingungen, wie Sonne, Regen und gute Erde benötigt.
Die Durchführung des Projektes wurde bereits im Rahmen des Projektes „KiTa isst besser“ in der ersten Jahreshälfte angekündigt und fand jetzt seine Umsetzung.
Die Herbstzeit ist auch die Zeit des Dankens für die Früchte und Gaben, die in und auf der Erde wachsen und dafür sorgen, dass wir jeden Tag zu essen haben. Diese Zeit wurde in der KiTa mit den Kindern ihrem Alter entsprechend im pädagogischen Alltag gelebt und in einer gemeinsamen Erntedankfeier zum Ausdruck gebracht.
Die Vorschulkinder des Kindergartens waren aktiv in die Gestaltung des Erntedanktisches in der Pfarrkirche St. Servatius eingebunden.
Ein tolles Projekt voller Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen, die den Kindern die Bedeutung der Landwirtschaft und auch des Berufes der Landwirtinnen und der Landwirte auf besondere Weise nähergebracht haben.
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Die Kinder lernen das Kälbchen kennen. Foto: KiTa St. Servatius Landkern