Allgemeine Berichte | 22.11.2012

TME-Theatergruppe „HA-RIMM“ begeisterte mit Lustspiel

„Klosterfraunarzissengeist“ purzelte aus dem Kamin

Geplanter Verkauf und künftige Nutzung eines Kloster sorgten für ein Gagfeuerwerk

Die Theatergruppe „HA-RIMM“ vom TME Müden begeisterte die Besucher mit einem Stück von Beate Irmisch.TE

Müden. „Heribert, der Klosterfraunarzissengeist“ trieb in der amüsanten Aufführung des TME auf der beliebten Müdener Theaterbühne sein Unwesen und begeisterte mit allen anderen Akteuren ein volles Haus. Unter der versierten Leitung von Regisseurin Verena Michels führten im Kloster „Abendrot“ die letzten verbliebenen Nonnen ein beschauliches Leben, wobei Oberin „Gottfrieda“ (Kathrin Locker) die Aufsicht über ihre beiden Mitschwestern führt. Als da wären: die resolute und Pfeife rauchende Wunderheilerin „Pankratia“ (Sonja Loch) sowie die schwerhörige Brennmeisterin „Appolonia“ (Beatrix Machwirth)“. Damit sie ihren beträchtlichen Grundbesitz bewirtschaften können, geht ihnen Gehilfe „Karl“ (Jochen Möntenich) zur Hand. Geistig etwas dünn besiedelt und nicht die hellste Birne im Kronleuchter, klettert jenes überdies äußerst verfressene Faktotum dann auch schon einmal in einer Mönchskutte in den Kamin, um hier einem haltlosen Zustand Abhilfe zu schaffen.

Von der alten Kräuterfrau „Babett“ (Tanja Müller) hingegen erfahren die Nonnen alsbald, dass ihr frommes Anwesen in Gefahr schwebt, verkauft zu werden und künftig in eine Art „Reeperbahn - oder wie der Zug heißt“ umgewandelt werden soll. Jene befürchtete Gefahr bewahrheitet sich zeitnah mit dem Auftritt von Domkapitular „Hansemann“ (Hans Schmitt), „Elvira von Suppenhahn“ (Christine Möhlig) und „Bruno Schnappes“ (Erwin Langen). Dem Bistum ist das Kloster schon lange ein Dorn im Auge, zumal man hier von Bürgermeister „Egon Dünkel“ (Harald Kron) und dessen Gemahlin „Eulalia Dünkel“ (Andrea Balthasar) in Erfahrung bringen konnte, dass die angeblich so frommen Nonnen illegal Wein keltern und Schnaps brennen. „Elvira“ und „Bruno“ haben dem weltfremden und von Hans Schmitt hervorragend dargestellten Domkapitular in dieser Situation in Aussicht gestellt, in dem alten Gemäuer ein Waisenhaus einzurichten, was auch beim einfältigen Gemeindepfarrer (Ulrich Möntenich) auf Gegenliebe trifft. Tatsächlich wollen sie hier aber einen Vergnügungspark aufbauen. Nun tritt „Heribert“, der Klostergeist, auf den Plan, der unter großem Gepolter und Getöse mit „Karlchen“ aus dem Kamin purzelt. Da „Heribert“ nur für die Guten sichtbar ist, die Bösen jedoch seine Stimme hören können, treibt er mit den Anwesenden seinen Schabernack und den naiven Domkapitular in die Ohnmacht. Andreas Emmerich gibt hier einen überzeugenden, urkomischen Geist, der immer wieder für Lachsalven beim begeisterten Publikum sorgt, obwohl resümierend sämtliche Darsteller eine hervorragende Figur abgeben.

So hatte das Theaterstück insgesamt gesehen keine Hauptakteure, sondern lebte vom Schwung und dem tollen Auftreten aller Bühnen-Aktiven. Für eine Überraschung sorgte am Samstag die Autorin des Theaterstücks, Beate Irmisch, als sie sich die Vorstellung der TME-Akteure in Müden persönlich ansehen wollte. Auch sie zeigte sich von der Umsetzung ihrer Vorlage begeistert, die sie selbst erstmals auf der Bühne miterleben konnte. Ein schöneres Kompliment konnte es dann für die TME-Theatergruppe „HA-RIMM“ nicht geben, so der einhellige Tenor der Besucher.

TE

Sämtliche Darsteller machten bei ihrem Auftritt im Lustspiel um den Klostergeist eine hervorragende Figur.

Sämtliche Darsteller machten bei ihrem Auftritt im Lustspiel um den Klostergeist eine hervorragende Figur.

Die Theatergruppe „HA-RIMM“ vom TME Müden begeisterte die Besucher mit einem Stück von Beate Irmisch.Fotos: TE

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
fit für`s Alter?
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
PR-Anzeige
Empfohlene Artikel
Die beiden Sicherheitsberater Heike Kalfels und Ulrich Weingart klären in der VG Kaisersesch über Betrugsmaschen von dreisten Kriminellen auf.
18

Ob Enkeltrick, Betrügereien am Telefon oder Scheingeschäfte. Kriminelle haben es mit immer wieder neuen Betrugsmaschen hauptsächlich auf ältere Mitbürger abgesehen. In der VG Kaisersesch sorgen zwei Sicherheitsberater für Aufklärung .

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2284

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft
Fahrer gesucht (m/w/d)
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern