Fertigstellung der Wildburgbrücke und Dünnbachbrücke in Treis
Land investiert in die Infrastruktur
Treis. Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Dünnbach- und Wildburgbücke im Verlauf der Landesstraße 202 in Treis konnten zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen werden. Im Auftrag des Landesbetriebes Mobilität Cochem-Koblenz hat die ortsansässige Firma Schnorpfeil nach vorher erfolgter öffentlicher Ausschreibung die Bauarbeiten ausgeführt.
Bei den Brückenbauwerken handelte es sich um zwei ca. 100 Jahre alte Bogenbrücken. Diese wiesen erhebliche bauliche Mängel auf. Dirk Hieronimus, verantwortlicher Projektingenieur beim LBM Cochem-Koblenz und Dienststellenleiter Bernd Cornely informieren dazu im Detail: „Insbesondere Verformungen und Verdrückungen an beiden Bauwerken zeigten, dass sie den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen waren.
Diese Verformungen waren auch ursächlich für die Schiefstellung der später dort aufbetonierten Gehwegkappen. Aufgrund der fehlenden Abdichtung waren beide Bauwerke außerdem stark durchnässt; salzhaltiges Wasser drang ungehindert in die Mörtelschichten ein und zersetzte diese. Weil die Widerlager beider Brücken sich zudem unmittelbar an Dünn- und Flaumbach befanden, wurden diese immer wieder unterspült. Die dadurch entstehenden Auskolkungen mussten dann mit großem Aufwand verfüllt werden. Zudem waren die vorhandenen Geländer an der Brücke schadhaft.“
Diese Schadensbilder beeinträchtigten die Standsicherheit der Bauwerke und somit deren Verkehrssicherheit. Nach einem durchgeführten Kostenvergleich der beiden Varianten „Neubau“ oder „Ertüchtigung/Verstärkung“ waren beide Bauwerke unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr instandsetzungswürdig, weshalb der Ersatz der vorhandenen alten Brücken durch neue Bauwerke weiterverfolgt wurde.
Die Planung für eine Erneuerung der Brückenbauwerke berücksichtigte außerdem folgende Randbedingungen:
- Weitestgehende Befahrbarkeit der Straße während der Bauzeit.
- Verbesserung des Durchflussquerschnittes von Dünnbach und Flaumbach und somit Verbesserung der Gewässerökologie.
- Geringfügige Beeinträchtigung der Gewässerökologie während der Bauzeit
- Vermeidung von Unterspülungen durch die Gewässer und somit zukünftig Minimierung von Unterhaltungsaufwand.
Hierzu sah die Planung vor, die Stützweiten der beiden neuen Brücken zu vergrößern, sodass sich die Fundamente der neuen Brücken außerhalb der Gewässer befinden.
Mit der Erneuerung der Bauwerke unter Verkehr ist es auch gelungen, die Linienführung der Landesstraße in Richtung Kloster Engelport nach aktuellen Gesichtspunkten der Straßenplanung zu optimieren, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das Erscheinungsbild des Ortseinganges von Treis zu verbessern, so die einhellige Meinung aller Verantwortlichen.
Die Bauzeit der Maßnahme dauerte ca. 14 Monate. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund. 1,5 Mio. Euro. Finanziert wurde die Maßnahme vom Land Rheinland-Pfalz. Mit dem Abschluss aller Arbeiten konnte die verkehrliche Infrastruktur in der Region weiter verbessert werden.
Pressemitteilung
Landesbetrieb Mobilität
Cochem-Koblenz
