Das Versuchsprojekt der Energieagentur im Landkreis bekommt Zuwachs
Projektgruppe vergrößert sich
Projektgruppe „Etablierung alternativer Energiepflanzen im Landkreis Cochem-Zell“
Cochem. Nach erfolgreichem Projektstart im Frühjahr 2014 ist die Projektgruppe „Etablierung alternativer Energiepflanzen im Landkreis Cochem-Zell“ um einen weiteren wertvollen Partner angewachsen. Die Uni Trier wird sich zukünftig, im Rahmen einer Bachelorarbeit, in diesem Projekt starkmachen. Studentin Jennifer Makselon wird die angelegten Versuchsflächen nutzen, um bodenkundliche Vergleiche des Anbaus von Energiepflanzen durchzuführen. Im ländlichen Raum hat der Anbau von Energiepflanzen in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die Abstimmung der Pflanzenart auf vorherrschende Bodenbedingungen ist hierbei maßgeblich für hohe Erträge, insbesondere für den umweltverträglichen Anbau. Jennifer Makselon untersucht im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Fach Bodenkunde an der Universität Trier die Auswirkungen verschiedener Energiepflanzen auf Bodeneigenschaften. Hierzu werden ausgewählte Bodeneigenschaften unter Dauerkulturen wie Durchwachsene Silphie, Szarvasi und Igniscum, mit herkömmlichen, annuellen Arten wie Mais und Raps verglichen. Das Ziel der Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über die Auswirkungen des Anbaus verschiedener Energiepflanzen als Dauerkulturen auf die Bodeneigenschaften zu erhalten. Der Untersuchungsraum erstreckt sich neben dem Landkreis Cochem-Zell auf Bereiche im Hunsrück und dem Saarland. Vom Ergebnis der Untersuchungen erhofft man sich umfangreiche Kenntnis über die Standorteigenschaften der landwirtschaftlichen Flächen. Dies ermöglicht einen Vergleich der Kulturarten untereinander, aber auch einen regionalen Vergleich zwischen verschiedenen Standorten. Neben den drei Landwirten, dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR), dem Kreisimkerverband, dem Bauern- und Winzerverband, dem Kreisjagdverband, der Firma Freudenberger und der Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“ ist nun also auch die Uni Trier am fünfjährigen Versuchsprojekt beteiligt. Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter: www.ukcz.de/versuchsprojekt
Die Projektgruppe freut sich, die beiden Vertreter der Uni Trier inmitten der prächtig gedeihenden Silphie-Pflanzen begrüßen zu können. Mittlerweile sind die ersten Blüten zu sehen. Schon bald wird das Feld zu einem Schlaraffenland für Bienen und wird nach der Blüte zur Energieerzeugung in der Biogasanlage eingesetzt werden. Foto: Privat
