Politik | 18.11.2015

CDU Kreisverband Cochem-Zell

Volles Haus beim CDU-Bürgerforum

Die CDU Kreisvorsitzende Anke Beilstein begrüßte die Gäste zum Bürgerforum in Ernst.Privat

Ernst. Über 70 Personen aus Kommunalpolitik, sozialen Einrichtungen, Vereinen sowie ehrenamtliche Betreuer und Helfer, aber auch interessierte Bürger folgten der Einladung des CDU Kreisverbandes Cochem-Zell. Mit einem offenen Bürgerdialog im VinoForum in Ernst bot die CDU Cochem-Zell eine Möglichkeit des Austausches und Dialoges.

Wirtschaftliche Motive stellen keinen Asylgrund dar

In ihrer Begrüßung und einführenden Rede legte CDU Kreisvorsitzende Anke Beilstein ihre Überzeugung dar, dass es ein Gebot christlicher Nächstenliebe sei, Menschen auf der Flucht aus Kriegsgebieten, die um Leib und Leben fürchten müssen, zu helfen. Dazu seien viele in diesem Land und sie dankte ihnen dafür. „Wir dürfen diese hohe Hilfsbereitschaft aber nicht überstrapazieren. Daher gilt es, klare Regeln aufzustellen und zu differenzieren zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen. So verständlich wirtschaftliche Motive auch sind, aber sie stellen keinen Asylgrund dar.“

Angesichts der komplexen und weitreichenden Thematik gab der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Peter Bleser einen kurzen Überblick über die bundes- und europapolitische Situation: „Im Grunde gibt es nur zwei Möglichkeiten, das Flüchtlingsproblem zu lösen: Einmal durch die Beendigung des mörderischen Krieges in Syrien, zum anderen durch das Reduzieren von Fehlanreizen in Deutschland.“ Bei der Bekämpfung des Konfliktes in Syrien und anderen Staaten könne Deutschland keinen wesentlichen Beitrag leisten, zumal sich die internationale Gemeinschaft nicht auf ein gemeinsames Vorgehen gegen die Konfliktparteien einigen könne. Die von Deutschland schon aufgestockte Hilfe für Nahrungsmittelversorgung, medizinische Hilfe und Unterricht in den Flüchtlingslagern in den syrischen Nachbarstaaten müsse weiter verstärkt werden.

Derzeit leben 513 Asylbewerber im Kreis Cochem-Zell

Im Anschluss gab Landrat Manfred Schnur eine kurze Übersicht zur Situation im Kreis Cochem-Zell. Derzeit leben 513 Asylbewerber im Landkreis. Sie seien alle dezentral in Wohnungen untergebracht. In dem anschließenden Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde schnell klar, dass das Flüchtlingsthema die Menschen sehr stark berührt. Sowohl das Anbieten von Wohnraum und Integrationsmaßnahmen, das Einbinden in Dorfgemeinschaft und Vereine, aber auch die Sorgen um mangelnde Perspektiven und Unterschiede in Religion und Kultur beschäftigt die Menschen im Landkreis.

Dabei spielten auch die kulturellen und religiösen Herausforderungen eine große Rolle. Anke Beilstein stellte hierzu fest: „Es muss klar sein, dass das bei uns das Grundgesetz gilt. Daran haben sich alle zu halten und diese Anpassung an unsere Werte dürfen wir erwarten und müssen sie auch einfordern.“

Ausmaße und Folgen der Flüchtlingsströme, im Positiven wie Negativen, noch nicht absehbar

Alle Beteiligten waren sich einig in dem Punkt, dass die Ausmaße und Folgen der Flüchtlingsströme, im Positiven wie Negativen, noch nicht abgesehen werden können und dass die Herausforderung hieraus uns noch lange beschäftigt. „Umso wichtiger ist der Dialog vor Ort mit allen Beteiligten - von Netzwerken bis hin zu Bürgerinnen und Bürger, die einfach Information suchen oder Fragen haben.“ resümierte Anke Beilstein. Sie bot an, diesen Dialog gerne fortzusetzen und damit neben dem Austausch auch Ideen und Anregungen mitzunehmen, um gemeinsam diese größte Herausforderung der Nachkriegszeit gemeinsam zu meistern.

Pressemitteilung des

CDU Kreisverbandes Cochem-Zell

Die CDU Kreisvorsitzende Anke Beilstein begrüßte die Gäste zum Bürgerforum in Ernst.Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
694

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
432

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Titel
Schulze Klima -Image
Anlagenmechaniker
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Container Anzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Kita