Kaiser-Wilhelm-Tunnel
Züge fahren ab April
Region. Am ersten Aprilwochenende geht der Neue Kaiser-Wilhelm-Tunnel (NKWT) ans Netz. Am 5. und 6. April wird für die Inbetriebnahme der Zugverkehr durch den Alten Kaiser-Wilhelm-Tunnel eingestellt. Der Güterverkehr wird umgeleitet, zwischen Cochem und Bullay werden Ersatzbusse eingesetzt. Etwa 100 Bauarbeiter sind an diesem Wochenende im Schichtbetrieb tätig. Eine Weiche muss ausgebaut werden, eine wird eingebaut. Gearbeitet wird gleichzeitig im Vorfeld der beiden Tunnelenden, wo die bereits beim Bau des Tunnels errichteten Gleise mit der Strecke durch den Neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnel verbunden werden. Signaltechnische Arbeiten im Gleisbereich und im Stellwerk schließen den neuen Tunnel an die Leit- und Sicherungstechnik der Moselstrecke an. Am Montag, 7. April, wird um 4.15 Uhr nach einer Messfahrt der Neue Kaiser-Wilhelm-Tunnel für den Zugverkehr in Betrieb genommen. Die neue eingleisige Eisenbahntunnelröhre war von Mai 2010 bis November 2011 von Ediger-Eller aus durch den Berg nach Cochem gebaut worden. 900.000 Tonnen Gestein wurden ausgebrochen, die auf der Schiene abtransportiert und im Westerwald zur Renaturierung einer Tongrube eingesetzt wurden. 77.000 Tonnen Beton wurden für die Herstellung der Tunnelschale gebraucht. Parallel zu den Vortriebsarbeiten wurde eine neue Eisenbahnüberführung in Cochem gebaut. Damit sich diese harmonisch in das historische Stadtbild einfügt, wurden die Mauern mit moselländischen Natursteinen versehen. Nach Inbetriebnahme der neuen Röhre wird der Alte Kaiser-Wilhelm-Tunnel erneuert und auf eingleisigen Betrieb umgebaut. Ab 2016 soll der Zugverkehr an der Mosel zweigleisig in zwei getrennten Tunnelröhren laufen. Insgesamt werden mehr als 200 Millionen Euro investiert.
Pressemitteilung
DB Mobility Networks Logistics
