Koblenzer Ortsgruppe des Eifelvereins feierte Jubiläum
125 Jahre auf Schusters Rappen
Koblenz. 125 Jahre unterwegs auf Schusters Rappen, das ist die Eifelvereins-Ortsgruppe Koblenz. Und wie wird ein solches Jubiläum gefeiert? Natürlich mit wandern und feiern. So begrüßte schon morgens die Ortsgruppenvorsitzende Ursula Mahlert die Wandergruppen, die von der Rhein-Moselhalle aus zu Rundwanderungen starteten. Schließlich war das Fest verbunden mit dem Wandertag des Bezirks Mayen-Koblenz, zu dem sieben Ortsgruppen gehören. Nach dem Mittagessen begann in der Rhein-Mosel-Halle der Festakt mit etwa 200 Wandersleut´ und Musik des Salonorchesters Mülheim-Kärlich unter Leitung von Jürgen König. Ursula Mahlert wies auf die Vorteile des Wanderns hin, wobei auch Erfahrungen ausgetauscht werden. Der Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Joachim Hofmann-Göttig, der Schirmherr des Festes war, betonte, dass wandern Spaß macht. Dennoch sei es für den Eifelverein schwierig Nachwuchs zu gewinnen. „Hier stellt sich die Frage, warum Kinder später das Wandern verlernen“, meinte Dr. Hofmann-Göttig und berichtete über Wandererlebnisse aus seiner Kindheit. Als Standort für Wanderer eigne Koblenz sich wie kaum ein anderer Ort in Deutschland, unterstrich der Schirmherr: „Drei Flusslandschaften und die vier Mittelgebirge Westerwald, Taunus, Eifel und Hunsrück laden ein zum Wandern.“ Dazu habe auch die Politik viel beigetragen unter anderem durch Rheinsteig, Moselsteig und die 26 Traumpfade im Kreis Mayen-Koblenz. Die Mitglieder des Eifelvereins hätten ein schönes Hobby, das sie vital und fit hält und „...die Ortsgruppe Koblenz wird auch noch den 150. Geburtstag erleben“, prophezeite Dr. Hofmann-Göttig.
Landrat Dr. Alexander Saftig, Vorsitzender der Bezirksgruppe Mayen-Koblenz, bezeichnete das 125jährige Bestehen als ein Zeichen der Kontinuität. „Die Mitglieder fühlen sich der Natur verpflichtet und helfen sich auch gegenseitig. Der Trend heute heißt Wandern, vor 20 Jahren hätte man das so nicht darstellen können“, meinte der Landrat. Der Erfolg der Traumpfade fuße auf den Eifelsvereinsgruppen: „Die Mitglieder sind rund gelaufen und wussten wo die schönsten Ausblicke sind. Der Erfolg der Traumpfade ist auch auf den Eifelverein zurückzuführen“, lobte der Landrat. Er überreichte dem Wanderführer Manfred Betker die silberne Nadel des Eifelvereins.
„125-jähriges Bestehen ist schon etwas besonderes“, erklärte Eifelvereins-Hauptvorsitzende Mathilde Weinandy aus Prüm, die dort auch Bürgermeisterin ist. Der Eifelverein hat 30.000 Mitglieder und erstreckt sich über Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. „Wir wandern nicht nur, sondern unterhalten auch Kulturdenkmäler, unterstützen Naturprojekte, um Moore und Täler neu zu entdecken und sind beim Moselsteig im Wegemanagement und die Menschen machen das ehrenamtlich“, unterstrich sie.
Verdiente Wanderer
Die grüne Verdienstnadel, mit der die Auszeichnungen beginnen, überreichte Mathilde Weinandy an die Koblenzer Ortsgruppenmitglieder Ilse Heimbach, Günther Held, Elgin Grünbeck und Gudrun Lange. Eine besondere Auszeichnung bekam der langjährigen Wanderführer Alfred Fromm, dem die Hauptvorsitzende die goldene Nadel des Eifelvereins ansteckte. Rückblick und Ausblick auf die Ortsgruppe Koblenz gab Manfred Kaiser mit seinem Vortrag. Die Koblenzer Weinkönigin Lorena I. trat auf, die „Funny-Girls“ aus Wallersheim begeisterten mit einer Tanzshow, Zauberin Hanni (Hannelore Könen) zeigte ihr Können und der MGV Koblenz Niederberg sang unter Chorleiter Herbert Klas einige Lieder. Mit der Ausgabe der Wimpelbänder endete dann ein abwechslungsreicher Festakt zum 125-jährigen Bestehen der Ortsgruppe Koblenz.
